Hier doch noch was von mir vor Neujahr. Ich habe es bei dem letzten Wwoof Host geschrieben und habe es dann aber vergessen zu veröffentlichen. Also kommt es jetzt:
Die liebe Carry hat ja angefragt, ob ich euch nicht ein paar japanische Wörter beibringen könnte. Da ich gerade nichts anderes zu tun habe, schreibe ich nun ein paar Wörter und Sätze auf, die ich in Japan, besonders beim Wwoofen, ständig brauche. Auf Richtigkeit gebe ich keine Garantie.
Konnichiwa = Guten Morgen Das kennen wahrscheinlich schon die meisten Leute
Falls ihr jedoch mal morgens auf einen Japaner treffen solltet, dann sagt ihr Ohayou Gozaimasu = Guten Morgen.
Abends sagt ihr dann Konbanwa = Guten Abend.
Und kurz vorm Schlafengehen sagt ihr Oyasumi nasai = Gute Nacht.
Nun zu den üblichen Small Talk Sachen:
O-namae wa (nan desu ka)? = Wie heißt du/er/sie/es? Nan desu ka kann man weglassen oder aussprechen, die Japaner verstehen euch so oder so.
O-genki desu ka? = Wie geht es dir/ihm/ihr?
Hai, genki desu. = Mir geht es gut.
Nan sai desu ka? = Wie alt bist du/er/sie/es?
Ii o-tenki desu ne. =Schönes Wetter, nicht wahr?
So desu ne. = Es gibt keine richtige Übersetzung dafür, aber es heißt ungefähr so was wie “Ja, so ist das, nicht wahr?”. Man kann es eigentlich immer und überall benutzen. Besonders wenn dir ein Japaner etwas erzählt, dann sollte man das dauernd sagen, damit sie eine Bestätigung haben, dass du ihnen zuhörst.
Arigatou = Danke
Arigatou Gozaimasu = Dankeschön (also ein höflicheres Danke)
Doumou Arigatou Gozaimasu = Vielen herzlichen Dank
Kawaii = süß ( im Sinne von niedlich) Wird immer und für alles verwendet. Falls ihr euch jedoch als Monster verkleidet und kawaii hört, dann war das wahrscheinlich eher kowai, was Angst haben bedeutet.
Und jetzt ein paar hilfreiche Sätze, die man eigentlich immer gebrauchen kann:
Kore wa nan desu ka? = Was ist das?
Kore wa nihongo de nan desu ka? = Was heißt das auf Japanisch?
[insert] wa doko desu ka? = Wo ist [insert]? Wichtig wenn ihr euch verlaufen habt.
Sumimasen =Entschuldigung Wenn ihr jemanden auf der Straße ansprechen wollt, dann benutzt Sumimasen.
Gomen nasai = Entschuldigung Wenn ihr einen Fehler gemacht habt.
Kore wa ikura desu ka? = Wie viel kostet das?
Schließlich noch ein paar Wörter, die ich beim Wwoofen dauernd höre und gebrauche:
Hatake = Das Feld
Jagaimo = Die Kartoffel
Satsumaimo = Die Süßkartoffel
Mame = Die Bohne
Atsui = heiß
Samui = kalt
Amai = süß
Montag, 28. Dezember 2009
Dienstag, 22. Dezember 2009
Malaysia, Kuala Lumpur
Hallo!
Hier mal wieder eine kurze Zwischenmeldung von mir aus Kuala Lumpur.
Ich wohne gerade im Appartment meines Onkels in der Nähe von KL und dort gibt es kein Internet. Wann der nächste richtige Blogeintrag kommt weiß ich nicht.
Ich wollte hiermit also nur sagen, dass ihr euch wahrscheinlich noch etwas gedulden müsst und dass es mir gut geht.
Ich war ja die ersten Tage in einem Hostel in KL, bevor mich mein Onkel aufnehmen konnte, und da hatte ich viel Spaß und habe mal wieder ne Menge Leute kennengelernt. Hauptsächlich Leute aus dem Norden (das heißt Deutsche, Holländer, Schweden und seeeehr viele Finnen). Mich hat echt überrascht, wie viele Finnen in KL sind. Ist ja jetzt nicht so das größte Volk überhaupt. Aber egal, ich habe mir jedenfalls ein paar schöne Tage gemacht und hauptsächlich relaxt. Also kein großes Sightseeing Programm. Dafür ist es auch zu warm^^
Und jetzt mache mir einen schönen Tag in der Shopping Mall, viele Grüße aus dem Starbucks.
Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr an alle meine Leser!
Liebe Grüße,
Valerie
Hier mal wieder eine kurze Zwischenmeldung von mir aus Kuala Lumpur.
Ich wohne gerade im Appartment meines Onkels in der Nähe von KL und dort gibt es kein Internet. Wann der nächste richtige Blogeintrag kommt weiß ich nicht.
Ich wollte hiermit also nur sagen, dass ihr euch wahrscheinlich noch etwas gedulden müsst und dass es mir gut geht.
Ich war ja die ersten Tage in einem Hostel in KL, bevor mich mein Onkel aufnehmen konnte, und da hatte ich viel Spaß und habe mal wieder ne Menge Leute kennengelernt. Hauptsächlich Leute aus dem Norden (das heißt Deutsche, Holländer, Schweden und seeeehr viele Finnen). Mich hat echt überrascht, wie viele Finnen in KL sind. Ist ja jetzt nicht so das größte Volk überhaupt. Aber egal, ich habe mir jedenfalls ein paar schöne Tage gemacht und hauptsächlich relaxt. Also kein großes Sightseeing Programm. Dafür ist es auch zu warm^^
Und jetzt mache mir einen schönen Tag in der Shopping Mall, viele Grüße aus dem Starbucks.
Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr an alle meine Leser!
Liebe Grüße,
Valerie
Sonntag, 13. Dezember 2009
Süd Korea: Busan, Seoul
Annyeong Haseyo!
Ich bins mal wieder. Obwohl ich ja schon in Malaysia bin kommt jetzt erst mein Bericht über die wenigen Tage in Süd Korea.
Am 7.11. mittags bin ich mit der Fähre nach Südkorea gefahren. Dort waren auch schon einige Südkoreaner an Board und überall roch es nach Kimchi. Kimchi ist fermentiertes Gemüse, das in einer scharfen Soße eingelegt ist und es riecht recht streng. Viele Koreaner haben sogar einen eigenen Kühlschrank für Kimchi! Die Fahrt an sich war ziemlich uninteressant. Mir gings zwischendurch nicht so gut (ich weiß nicht obs am Essen lag oder ob ich ein bisschen seekrank wurde), aber insgesamt
habe ich es gut überlebt. Abends bin ich dann in der Hafenstadt Busan angekommen. Dort war ich nur kurz was essen, was aber auch schon eine Herausforderung war, weil irgendwie keiner richtig englisch konnte. Letztendlich hat es aber doch irgendwie geklappt. Als ich dann noch ein Eis gegessen habe ist mir erst klar geworden, dass es in Korea wirklich sehr kalt ist. Also kein Eis mehr für mich... Aber die richtige Kälte habe ich erst nachts gespürt. Da ich so schnell wie möglich nach Seoul wollte, habe ich mir nämlich gedacht, dass ich doch einen Nachtbus nehmen könnte. Leider waren diese Nachtbusse viel zu schnell um darin richtig schlafen zu können, denn eine Fahrt dauerte nur 4 1/2 Stunden. Weil ich nicht um 2 Uhr morgens in Seoul sein wollte, ohne Unterkunft, musste ich also bis 0:30 warten um diesen Bus zu kriegen (dann wäre ich immerhin erst um 5 in Seoul). Tja, ich kann nur sagen die 3 Stunden, die ich in der Busbahnhofshalle warten musste waren wohl die schlimmsten meines Lebens. Wie man sich vielleicht denken kann, sind diese Bahnhofshallen nie besonders warm. Ich kann nur sagen in Busan war sie verdammt nochmal einfach nur arschkalt. Ich musste mir meine Handschuhe und meine Mütze aufziehen, damit ich nicht zu sehr friere. Zum Glück gab es in der Halle aber einen Fernsehr, der mich etwas abgelenkt hat. Dort lief ein komisches Spiel, in dem gut aussehende Koreaner (also was Koreanerinnen für gutaussehend empfinden [und das sind sehr weiblich aussehende Koreaner]) gegen Baseballspieler (glaub ich jedenfalls) angetreten sind. Dort ging es dann um Schnelligkeit oder so. Ich glaube am Ende haben die Baseballspieler gewonnen. Die Busfahrt war dann letztendlich ganz angenehm, weil die Heizung wurde aufgedreht und die Sitze waren sehr bequem.
In Seoul bin ich dann wie gesagt um 5:00 morgens angekommen. Leider fahren Subways aber erst später, daher musste ich wieder in so einer blöden eiskalten Halle warten. Ich muss es noch einmal erwähnen: Es ist verdammt kalt, wenn man nachts übermüdet in einer Bahnhofshalle sitzt. Naja, irgendwie ist auch die Zeit rumgegangen und ich konnte endlich mit der Subway zu meinem Hostel fahren. Ein netter Koreaner hat mich sogar bis zu meiner Station begleitet. Dabei hat er mir ein bisschen Koreanisch beigebracht, weil ich wusste echt gar nichts (Ja = Ye, Danke = Gamsa Hamnida, Guten Tag = Annyeong Haseyo). Ich bin also dann frühmorgens um ca. 6:30 bei dem Hostel angekommen. Natürlich hat der Besitzer noch geschlafen und ich wollte auch
gerade wieder gehen, um mich in ein Café zu setzen, als die Tür letztendlich doch noch aufging. Der Besitzer war natürlich völlig verwirrt und verschlafen, dafür aber sehr nett. Ich konnte einchecken, durfte sogar in seinem Bett schlafen (alle anderen waren noch besetzt) und musste dafür nichts zahlen. Er ist dann stattdessen zum Haus seiner Eltern gegangen. Ich war echt so fertig und konnte später auch gar nicht richtig aufstehen, weil mein Kreislauf komplett am Boden war. Habe dann erstmal Kekse gefuttert um etwas Energie zu bekommen. Ich konnte dann in mein richtiges Zimmer ziehen und hatte es für die erste Nacht sogar nur für mich. An dem Tag bin ich dann nur noch zum Shoppingbezirk von Seoul gegangen und habe mich etwas umgeguckt. Mehr war nicht drin. Abends habe ich die anderen Gäste des Hostels kennengelernt (es war ein sehr kleines Hostel). Außer mir wohnten nur noch 4 Malayen dort und in den nächsten Tagen kamen lustigerweise noch ein Deutscher ( war ja klar ;) ), ein Bolivianer und eine Italieneri
n, die halb deutsch war, dazu. Jaja, you can't escape the Germans... Mit dem Deutschen habe ich dann am nächsten Tag etwas Sightseeing gemacht. In dem einen großen Palast (Gyeongbokgung) durfte man traditionelle koreanische Kleidung anprobieren. Das habe ich natürlich sofort gemacht =) Abends bin ich dann noch ausgegangen und ich kann nur sagen: die Koreaner sind sehr spendabel. Ich musste überhaupt keine Getränke bezahlen, das wurde immer von jemand anderem übernommen *hehe* Auch zum Essen wurde ich irgendwie auch fast immer eingeladen. Ich habe die paar Tage also sehr sparsam überlebt.
Am 11.12. ging dann mein Flug nach Kuala Lumpur. Lustigerweise haben die 4 Malayen aus dem Hostel genau den gleichen Flug genommen und sie leben auch in KL. Der Flug war etwas wackelig, aber wir sind nicht abgestürzt (Juhu!). Das Essen war dafür sehr gut und das obwohl ich Flugzeugessen normalerweise gar nicht leiden kann.
Jetzt bin ich also im sehr sehr warmen Kuala Lumpur. Ich muss mich erstmal an diese Hitze gewöhnen, noch macht sie mir etwas zu schaffen. Aber ich genieße es trotzdem :D
Ich gehe dann auch mal gleich schlafen, gute Nacht!
Liebe Grüße,
Valerie
Ich bins mal wieder. Obwohl ich ja schon in Malaysia bin kommt jetzt erst mein Bericht über die wenigen Tage in Süd Korea.
Am 7.11. mittags bin ich mit der Fähre nach Südkorea gefahren. Dort waren auch schon einige Südkoreaner an Board und überall roch es nach Kimchi. Kimchi ist fermentiertes Gemüse, das in einer scharfen Soße eingelegt ist und es riecht recht streng. Viele Koreaner haben sogar einen eigenen Kühlschrank für Kimchi! Die Fahrt an sich war ziemlich uninteressant. Mir gings zwischendurch nicht so gut (ich weiß nicht obs am Essen lag oder ob ich ein bisschen seekrank wurde), aber insgesamt
In Seoul bin ich dann wie gesagt um 5:00 morgens angekommen. Leider fahren Subways aber erst später, daher musste ich wieder in so einer blöden eiskalten Halle warten. Ich muss es noch einmal erwähnen: Es ist verdammt kalt, wenn man nachts übermüdet in einer Bahnhofshalle sitzt. Naja, irgendwie ist auch die Zeit rumgegangen und ich konnte endlich mit der Subway zu meinem Hostel fahren. Ein netter Koreaner hat mich sogar bis zu meiner Station begleitet. Dabei hat er mir ein bisschen Koreanisch beigebracht, weil ich wusste echt gar nichts (Ja = Ye, Danke = Gamsa Hamnida, Guten Tag = Annyeong Haseyo). Ich bin also dann frühmorgens um ca. 6:30 bei dem Hostel angekommen. Natürlich hat der Besitzer noch geschlafen und ich wollte auch
Am 11.12. ging dann mein Flug nach Kuala Lumpur. Lustigerweise haben die 4 Malayen aus dem Hostel genau den gleichen Flug genommen und sie leben auch in KL. Der Flug war etwas wackelig, aber wir sind nicht abgestürzt (Juhu!). Das Essen war dafür sehr gut und das obwohl ich Flugzeugessen normalerweise gar nicht leiden kann.
Jetzt bin ich also im sehr sehr warmen Kuala Lumpur. Ich muss mich erstmal an diese Hitze gewöhnen, noch macht sie mir etwas zu schaffen. Aber ich genieße es trotzdem :D
Ich gehe dann auch mal gleich schlafen, gute Nacht!
Liebe Grüße,
Valerie
Dienstag, 8. Dezember 2009
Wwoof Host in Hirokawa (Fukuoka Präfektur)
Hallo allerseits!
Dies ist nun der Bericht über meinen dritten Wwoof Host in Hirokawa, was in der Fukuoka Präfektur liegt.
Dieser Host ist diesmal keine Gemüse-, sondern eine Obstfarm. Also nichts mit Kartoffeln ausgraben und Bohnen schneiden. Stattdessen durfte ich in einem netten Gewächhaus arbeiten, das heißt kein Rumstehen in der Kälte, Juhu! Jedoch musste ich den Anblick leckerer Erdbeeren ertragen, die ich leider nicht anrühren durfte. In dem Erdbeerhaus bestand die Arbeit hauptsächlich darin Konstruktionsarbeiten zu verrichten und alles Winterfest zu machen. Ich musste also die Gestelle, in denen die Erdbeersträucher saßen mit Plastikfolien verpacken um die Wurzeln zu wärmen. Zusätzlich habe ich ein weiteres Gewächshaus in dem Gewächshaus gebaut. Den Sinn habe ich zwar nicht wirklich verstanden, aber ich war ja nicht da um zu denken. Der Meister des Hauses hatte noch viele weitere Ideen im Sinn, die mir nicht ganz einleuchtenden, aber dafür war die Arbeit nie allzu schwer. Außer der letzte Tag, da musste ich bei dem Bau einer Überdachung für die Terrasse mithelfen. Ich sollte also Bretter aneinander nageln. Das war schon anstrengend, aber ich finde ich habe mich fürs erste mal Hämmern recht gut geschlagen.
Ich musste 8 Stunden am Tag arbeiten, also mehr als bei den anderen Hosts, aber dafür war nach Arbeitsende wirklich Schluss mit jeglicher Arbeit. Keine Haushaltsarbeiten, außer das eigene Geschirr abspülen. Ich wurde lecker bekocht und musste eigentlich nichts wirklich machen. Das war sehr toll^^
Die Familie, bei der ich wohnte, bestand aus 3 Generationen: Oma und Opa, die zuständigen Gastvater und Gastmutter, ihren Sohn und ihre Tochter sowie die Frau des Sohns. Außerdem gab es mal wieder einen Hund (Mikan), der gerne bellte. Aber irgendwie war sie trotzdem süß, vor allem entschuldigt ihr junges Alter (1 Jahr) für all den Quatsch, den sie veranstaltet hat. Die Familie war sehr nett und herzlich, ich habe mich wirklich wie in einer richtigen japanischen Familie gefühlt. Es gab auch noch einen Co-Worker, der aber am Ende des Monats gegangen ist.
Die Gasteltern haben mich sogar auf einen Ausflug mitgenommen zu einem Vulkan, 2 Stunden entfernt von der Stadt. Ich hatte einen tollen Ausblick auf einen Riesenkrater, in dem es auch eine Stadt gab. Dort haben wir sogar zu Mittag gegessen. Dann wollten wir noch einen weiteren Krater “besteigen”, aber leider konnten wir nicht hoch, weil der Krater grade an diesem Tag Gase ausströmen musste. Naja, jetzt habe ich halt Bilder von einem rauchenden Vulkan. Also insgesamt war der Ausflug schon nett.
Die Familie hatte auch noch ein Geschäft, in dem sie verschiedene Waren aus der Umgebung verkauft haben. Einmal gab es auch einen Flohmarkt mit Kuchenbüffet, an dem man so viel essen durfte wie wir wollten. Und ich habe tatsächlich einen Freischein zum Essen bekommen. Ich habe sooooooooo viel gegessen, weil ich natürlich von jedem Kuchen probieren musste und von den leckeren auch mehre Stücke gegessen habe (man muss aber auch bedenken, dass Kuchenstücke in Japan sehr klein sind, also ich bin nicht so gefräßig, wie ihr jetzt vielleicht denkt). Ich war so glücklich den ganzen Tag über xD Normalerweise sind Kuchen in Japan nämlich total teuer, aber ich konnte bei einem Kuchenbüffet zugreifen. Wenn das mal kein Glück ist.
Ein andermal wurde ich vom Gastvater zu einem Barbecue in einem anderen Dorf mitgeschleppt. Dort war irgendwie Kaki-Fest, das heißt es kamen viele Leute, die dann Kakis von den Bäumen gepflückt haben. Danach gab es ein gemeinsames Barbecue. Als Ausländer war man da natürlich die Attraktion. Eine Frau zum Beispiel hat ihre halbe Lebensgeschichte erzählt und hat mir ganz stolz Bilder und Sachen von ihren (schon älteren) Kindern gezeigt. Diese Frau
war wirklich froh englisch sprechen zu können und sie beherrschte es für einen Japaner auf dem Land auch wirklich gut. Zum Abschied hat sie mir dann sogar eine Kimono Jacke und ein Haargummi geschenkt. Das hätte ich echt nicht erwartet, war sehr nett von ihr.
Und ich habe noch viele weitere Sachen erlebt, wie zum Beispiel ein Lichterfest angeschaut, an einem Hundegeburtstag mit Hundejagd (Hund ist abgehauen) teilgenommen und eine riesige Kannonstatue bestiegen. Ja, die Familie hat einiges veranstaltet.
Ich muss abschließend sagen, dass das wohl der Beste Wwoof Host bisher ist.
Und noch mal zum Zwischenstand, wo ich jetzt bin: Ich bin am 7.12. Nach Südkorea gereist und halte mich gerade in der Hauptstadt Seoul auf. Meine Reiseplanung wird sich übrigens etwas verändern, weil ich einen Monat Aufenhalt im warmen Malaysia zwischenschiebe. Dort werde ich Weihnachten und Neujahr verbringen und Mitte Januar wieder nach Südkorea zurückkehren.
Liebe Grüße,
Valerie
Dies ist nun der Bericht über meinen dritten Wwoof Host in Hirokawa, was in der Fukuoka Präfektur liegt.
Dieser Host ist diesmal keine Gemüse-, sondern eine Obstfarm. Also nichts mit Kartoffeln ausgraben und Bohnen schneiden. Stattdessen durfte ich in einem netten Gewächhaus arbeiten, das heißt kein Rumstehen in der Kälte, Juhu! Jedoch musste ich den Anblick leckerer Erdbeeren ertragen, die ich leider nicht anrühren durfte. In dem Erdbeerhaus bestand die Arbeit hauptsächlich darin Konstruktionsarbeiten zu verrichten und alles Winterfest zu machen. Ich musste also die Gestelle, in denen die Erdbeersträucher saßen mit Plastikfolien verpacken um die Wurzeln zu wärmen. Zusätzlich habe ich ein weiteres Gewächshaus in dem Gewächshaus gebaut. Den Sinn habe ich zwar nicht wirklich verstanden, aber ich war ja nicht da um zu denken. Der Meister des Hauses hatte noch viele weitere Ideen im Sinn, die mir nicht ganz einleuchtenden, aber dafür war die Arbeit nie allzu schwer. Außer der letzte Tag, da musste ich bei dem Bau einer Überdachung für die Terrasse mithelfen. Ich sollte also Bretter aneinander nageln. Das war schon anstrengend, aber ich finde ich habe mich fürs erste mal Hämmern recht gut geschlagen.
Ich musste 8 Stunden am Tag arbeiten, also mehr als bei den anderen Hosts, aber dafür war nach Arbeitsende wirklich Schluss mit jeglicher Arbeit. Keine Haushaltsarbeiten, außer das eigene Geschirr abspülen. Ich wurde lecker bekocht und musste eigentlich nichts wirklich machen. Das war sehr toll^^
Die Familie, bei der ich wohnte, bestand aus 3 Generationen: Oma und Opa, die zuständigen Gastvater und Gastmutter, ihren Sohn und ihre Tochter sowie die Frau des Sohns. Außerdem gab es mal wieder einen Hund (Mikan), der gerne bellte. Aber irgendwie war sie trotzdem süß, vor allem entschuldigt ihr junges Alter (1 Jahr) für all den Quatsch, den sie veranstaltet hat. Die Familie war sehr nett und herzlich, ich habe mich wirklich wie in einer richtigen japanischen Familie gefühlt. Es gab auch noch einen Co-Worker, der aber am Ende des Monats gegangen ist.
Die Familie hatte auch noch ein Geschäft, in dem sie verschiedene Waren aus der Umgebung verkauft haben. Einmal gab es auch einen Flohmarkt mit Kuchenbüffet, an dem man so viel essen durfte wie wir wollten. Und ich habe tatsächlich einen Freischein zum Essen bekommen. Ich habe sooooooooo viel gegessen, weil ich natürlich von jedem Kuchen probieren musste und von den leckeren auch mehre Stücke gegessen habe (man muss aber auch bedenken, dass Kuchenstücke in Japan sehr klein sind, also ich bin nicht so gefräßig, wie ihr jetzt vielleicht denkt). Ich war so glücklich den ganzen Tag über xD Normalerweise sind Kuchen in Japan nämlich total teuer, aber ich konnte bei einem Kuchenbüffet zugreifen. Wenn das mal kein Glück ist.
Ein andermal wurde ich vom Gastvater zu einem Barbecue in einem anderen Dorf mitgeschleppt. Dort war irgendwie Kaki-Fest, das heißt es kamen viele Leute, die dann Kakis von den Bäumen gepflückt haben. Danach gab es ein gemeinsames Barbecue. Als Ausländer war man da natürlich die Attraktion. Eine Frau zum Beispiel hat ihre halbe Lebensgeschichte erzählt und hat mir ganz stolz Bilder und Sachen von ihren (schon älteren) Kindern gezeigt. Diese Frau
Und ich habe noch viele weitere Sachen erlebt, wie zum Beispiel ein Lichterfest angeschaut, an einem Hundegeburtstag mit Hundejagd (Hund ist abgehauen) teilgenommen und eine riesige Kannonstatue bestiegen. Ja, die Familie hat einiges veranstaltet.
Ich muss abschließend sagen, dass das wohl der Beste Wwoof Host bisher ist.
Und noch mal zum Zwischenstand, wo ich jetzt bin: Ich bin am 7.12. Nach Südkorea gereist und halte mich gerade in der Hauptstadt Seoul auf. Meine Reiseplanung wird sich übrigens etwas verändern, weil ich einen Monat Aufenhalt im warmen Malaysia zwischenschiebe. Dort werde ich Weihnachten und Neujahr verbringen und Mitte Januar wieder nach Südkorea zurückkehren.
Liebe Grüße,
Valerie
Donnerstag, 19. November 2009
Hiroshima, Fukuoka
Guten Tag!
Ich schreibe hier einen gaaaanz kurzen Bericht ueber meinen Aufenthalt in Hiroshima und Fukuoka, weil ich nur eine halbe Stunde ins Internet darf und davon schon 15 Minuten weg sind. Der Bericht wird aber nochmal von mir ausfuehrlicher geschrieben, ich verspreche es.
Hiroshima: Als ich hingekommen bin hats geregnet - passend zur Geschichte Hiroshimas. Ich habe das Atombombenmuseum besucht (ganze 2mal, weil ich beim ersten Mal nicht genug Zeit hatte und das Museum nur ca. 50 cent gekostet hat). Das war sehr interessant, erschreckend und beeindruckend. Ich habe viel neues gelernt. Dann habe ich noch die Gedenkhalle fuer die Opfer besucht, dort wurden Berichte von Zeitzeugen ausgestellt, auch sehr interessant. Den Atombombendom habe ich natuerlich auch gesehen.
Ausserdem war ich in Miyajima, dort wo das beruehmte schwimmende rote Tor steht, eines der meistfotografiertesten Sachen in Japan. Wenn ihr es seht kennt ihr es ganz sicher. Es war ganz nett anzusehen. Besser fand ich aber den Mount Misen, dort oben gab es Affen und Hirsche und man hatte einen prima Ausblick auf die Umgebung. Der Wald war glaube ich sogar noch ein Urwald.
Fukuoka: Dort habe ich nur 2 Tage verbracht. Ersten Tag habe ich mir ein paar Schreine angesehen und den Daibutsu aus Holz angesehen. Den zweiten Tag wollte ich eigentlich in den Zoo, aber stattdessen bin ich zufaellig an einem Park vorbeigekommen, in dem ein kleines Cosplay-Karaoke Fest stattgefunden hat. Sooo cool, dass ich ausgerechnet an diesem Tag zufaellig an dem Park vorbeigegangen bin =D Dort habe ich auch einen Haufen anderer Deutscher getroffen, die irgendwie alle Mitglied bei einer Sprachschule oder so waren. Mit denen habe ich dann den ganzen Tag verbracht. Wir hatten viel Spass beim Karaoke mitzutanzen und 2 von denen haben sogar gesungen. Fukuoka ist uebrigens eine der Staedte Japans mit der groessten Kriminalitaet - und ich kans nur bestaetigen -.- Ich sage nur ich bin tagsueber unwissend durchs Rotlichviertel gelaufen und wurde dumm angequatscht... (und das in ner Regenjacke und ueberhaupt nicht sexy).
Jetzt bin ich aber mal wieder Wwoofen und zwar diesmal bei einer Obstfarm. Ich werde also fuer 3 Wochen nur recht selten ins Internet koennen, Handyempfang habe ich aber! Die Familie ist sehr nett und ich muss nicht kochen! =D Ausserdem kann ich im warmen arbeiten und ich habe 2 freie Tage pro Woche. Insgesamt also bisher sehr toll hier.
So, ich muss dann schon wieder weg, Viertelstunde ist rum.
Liebe Gruesse,
Valerie
Ich schreibe hier einen gaaaanz kurzen Bericht ueber meinen Aufenthalt in Hiroshima und Fukuoka, weil ich nur eine halbe Stunde ins Internet darf und davon schon 15 Minuten weg sind. Der Bericht wird aber nochmal von mir ausfuehrlicher geschrieben, ich verspreche es.
Hiroshima: Als ich hingekommen bin hats geregnet - passend zur Geschichte Hiroshimas. Ich habe das Atombombenmuseum besucht (ganze 2mal, weil ich beim ersten Mal nicht genug Zeit hatte und das Museum nur ca. 50 cent gekostet hat). Das war sehr interessant, erschreckend und beeindruckend. Ich habe viel neues gelernt. Dann habe ich noch die Gedenkhalle fuer die Opfer besucht, dort wurden Berichte von Zeitzeugen ausgestellt, auch sehr interessant. Den Atombombendom habe ich natuerlich auch gesehen.
Ausserdem war ich in Miyajima, dort wo das beruehmte schwimmende rote Tor steht, eines der meistfotografiertesten Sachen in Japan. Wenn ihr es seht kennt ihr es ganz sicher. Es war ganz nett anzusehen. Besser fand ich aber den Mount Misen, dort oben gab es Affen und Hirsche und man hatte einen prima Ausblick auf die Umgebung. Der Wald war glaube ich sogar noch ein Urwald.
Fukuoka: Dort habe ich nur 2 Tage verbracht. Ersten Tag habe ich mir ein paar Schreine angesehen und den Daibutsu aus Holz angesehen. Den zweiten Tag wollte ich eigentlich in den Zoo, aber stattdessen bin ich zufaellig an einem Park vorbeigekommen, in dem ein kleines Cosplay-Karaoke Fest stattgefunden hat. Sooo cool, dass ich ausgerechnet an diesem Tag zufaellig an dem Park vorbeigegangen bin =D Dort habe ich auch einen Haufen anderer Deutscher getroffen, die irgendwie alle Mitglied bei einer Sprachschule oder so waren. Mit denen habe ich dann den ganzen Tag verbracht. Wir hatten viel Spass beim Karaoke mitzutanzen und 2 von denen haben sogar gesungen. Fukuoka ist uebrigens eine der Staedte Japans mit der groessten Kriminalitaet - und ich kans nur bestaetigen -.- Ich sage nur ich bin tagsueber unwissend durchs Rotlichviertel gelaufen und wurde dumm angequatscht... (und das in ner Regenjacke und ueberhaupt nicht sexy).
Jetzt bin ich aber mal wieder Wwoofen und zwar diesmal bei einer Obstfarm. Ich werde also fuer 3 Wochen nur recht selten ins Internet koennen, Handyempfang habe ich aber! Die Familie ist sehr nett und ich muss nicht kochen! =D Ausserdem kann ich im warmen arbeiten und ich habe 2 freie Tage pro Woche. Insgesamt also bisher sehr toll hier.
So, ich muss dann schon wieder weg, Viertelstunde ist rum.
Liebe Gruesse,
Valerie
Mittwoch, 11. November 2009
Osaka
Konbanwa!
Vom 6.11-10.11 war ich in Osaka, der drittgrößten Stadt Japans (eigentlich zweitgrößte weil Yokohama gehört ja eigentlich fast zu Tokio). Als ich angekommen bin war mein erster Gedanke ungefähr folgendermaßen: Oh mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet?! Das erste was ich nämlich gesehen habe, als ich aus der Subway station wieder auf die Straße gelaufen bin war ein Hentai Heft, gefolgt von einer Pachinko Halle. Das Viertel, in dem ich gewohnt habe war allgemein etwas heruntergekommen und zwielichtig. Es liefen viele alte merkwürdige Männer rum. Nach einem Tag konnte ich mein Bild von Osaka aber korrigieren und fand es später sogar richtig gut.
Am ersten Tag bin ich mich in der Gegend umschauen gegangen und habe mir ein paar Schreine und Tempel angesehen. War halt mal wieder das übliche und nichts wirklich besonders Aufregendes. Abends war ich dann aber auf der Shopping-Arkade Shinsaibashi, wo es sehr viele tolle Geschäfte gab. Es gab da auch ein Bodyline Geschäft mit Gothic Lolita Klamotten und da habe ich auch gleich mal zugeschlagen *hust* Jetzt ist mein Rucksack sooo voll, da passt nichts mehr rein =/
Am nächsten Tag war ich dann in Himeji und habe mir dort die Burg angesehen. Ich muss sagen, die ist echt wunderschön! Ich habe ungefähr 10.000 Fotos gemacht^^ Aber man musste zum Teil so lange anstehen, weil dort so viele Touristen waren. Ich bin aber auch Samstags hingegangen, also bin ich eigentlich selbst Schuld. Danach war ich noch in einem Garten neben der Burg, der war auch sehr schön. Leider durfte man darin nicht essen, weshalb auch immer. In Himeji habe ich in einem Udon-Restaurant (Udon sind bestimme japanische Nudeln) gegessen und dort hat mich einer der Mitarbeiter gelobt, dass ich die Nudeln wie ein Japaner esse *muhaha* Wenn man bedenkt, dass ich bei meinen ersten Nudeln in Japan ewig gebraucht habe, um sie aufzuessen, dann kann ich sagen, dass ich mittlerweile doch recht gut mit Stäbchen essen kann.
Den dritten Tag habe ich dann mal wieder in Osaka verbracht. Ich bin ins Kaiyan Aquarium gegangen, das war echt toll dort. Obwohl es relativ teuer war, hat sich der Besuch meiner Meinung nach wirklich gelohnt. Ich habe sehr viele lustige Meerestiere gesehen und durfte sogar Rochen anfassen! Aber die Hauptattraktion war wohl der Walhai, der war echt beeindruckend! Hat gar nicht ganz auf ein Bild gepasst, weshalb ich jetzt immer nur Ausschnitte von ihm habe. Und es gab lustige Riesenkrabben, die hätten gut in ein Horror-Trash-Film gepasst. Direkt neben dem Aquarium gabs dann noch das angeblich größte Riesenrad der Welt. Die Aussicht war echt toll, vor allem weil ich bei Dunkelheit mitgefahren bin und man die ganzen Lichter gesehen hat. Die Burg von Osaka habe ich mir auch noch am gleichen Tag angeschaut, dort bin ich aber nicht reingangen. Von außen war es trotzdem ganz nett anzusehen. Und ich war noch bei der Stadthalle auf der Insel Nakanoshima mitten in Tokio. Dort in der Nähe wurde ich dann von japanischen Skatern angesprochen, die mir gesagt haben, dass ich eine "bijin" (schöne Frau) sei *hehehe* Endlich höre ich das von Japanern in meinem Alter und nicht nur von alten Leuten. So, jetzt fühl ich mich toll xD
Am letzten Tag bin ich dann nach Nara gefahren. Dort sind gaaaanz viele ultrazahme Rehe rumgelaufen. Die standen einfach mitten in den Menschenmassen und wollten gefüttert werden. Man konnte die auch problemlos streicheln, die sind einfach stehen geblieben. Ich habe da natürlich alle wichtigen Schreine abgeklappert. Am beeindruckensten war natürlich der riesige Buddha Daibutsu. In der Halle gabs auch eine Säule aus Holz, indem ein Loch ist, das so groß wie ein Nasenloch des Daibutsus ist. Wenn man es schafft durch dieses Loch zu kriechen, dann soll man erleuchtet werden oder so. Laut Lonely Planet bleiben Erwachsene regelmäßig stecken, während Kinder problemlos durchkrabbeln können. Ich habe es aber natürlich geschafft ;P Ok, alle japanischen Mädchen haben es geschafft und da ich ja die gleiche Größe habe war das klar. Erleuchtet fühle ich mich aber leider noch nicht. Ich hoffe das kommt noch.
Insgesamt finde ich Osaka im Nachhinein richtig cool und auch Himeji und Nara waren toll.
Danach bin ich nach Hiroshima gefahren, von wo ich gerade diesen Blogeintrag schreibe. Ich werde morgen aber schon wieder abreisen nach Fukuoka. Meine Erlebnisse von den beiden Städten werde ich dann in dem nächsten Post schildern.
Liebe Grüße,
Valerie
Vom 6.11-10.11 war ich in Osaka, der drittgrößten Stadt Japans (eigentlich zweitgrößte weil Yokohama gehört ja eigentlich fast zu Tokio). Als ich angekommen bin war mein erster Gedanke ungefähr folgendermaßen: Oh mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet?! Das erste was ich nämlich gesehen habe, als ich aus der Subway station wieder auf die Straße gelaufen bin war ein Hentai Heft, gefolgt von einer Pachinko Halle. Das Viertel, in dem ich gewohnt habe war allgemein etwas heruntergekommen und zwielichtig. Es liefen viele alte merkwürdige Männer rum. Nach einem Tag konnte ich mein Bild von Osaka aber korrigieren und fand es später sogar richtig gut.
Am ersten Tag bin ich mich in der Gegend umschauen gegangen und habe mir ein paar Schreine und Tempel angesehen. War halt mal wieder das übliche und nichts wirklich besonders Aufregendes. Abends war ich dann aber auf der Shopping-Arkade Shinsaibashi, wo es sehr viele tolle Geschäfte gab. Es gab da auch ein Bodyline Geschäft mit Gothic Lolita Klamotten und da habe ich auch gleich mal zugeschlagen *hust* Jetzt ist mein Rucksack sooo voll, da passt nichts mehr rein =/
Am nächsten Tag war ich dann in Himeji und habe mir dort die Burg angesehen. Ich muss sagen, die ist echt wunderschön! Ich habe ungefähr 10.000 Fotos gemacht^^ Aber man musste zum Teil so lange anstehen, weil dort so viele Touristen waren. Ich bin aber auch Samstags hingegangen, also bin ich eigentlich selbst Schuld. Danach war ich noch in einem Garten neben der Burg, der war auch sehr schön. Leider durfte man darin nicht essen, weshalb auch immer. In Himeji habe ich in einem Udon-Restaurant (Udon sind bestimme japanische Nudeln) gegessen und dort hat mich einer der Mitarbeiter gelobt, dass ich die Nudeln wie ein Japaner esse *muhaha* Wenn man bedenkt, dass ich bei meinen ersten Nudeln in Japan ewig gebraucht habe, um sie aufzuessen, dann kann ich sagen, dass ich mittlerweile doch recht gut mit Stäbchen essen kann.
Den dritten Tag habe ich dann mal wieder in Osaka verbracht. Ich bin ins Kaiyan Aquarium gegangen, das war echt toll dort. Obwohl es relativ teuer war, hat sich der Besuch meiner Meinung nach wirklich gelohnt. Ich habe sehr viele lustige Meerestiere gesehen und durfte sogar Rochen anfassen! Aber die Hauptattraktion war wohl der Walhai, der war echt beeindruckend! Hat gar nicht ganz auf ein Bild gepasst, weshalb ich jetzt immer nur Ausschnitte von ihm habe. Und es gab lustige Riesenkrabben, die hätten gut in ein Horror-Trash-Film gepasst. Direkt neben dem Aquarium gabs dann noch das angeblich größte Riesenrad der Welt. Die Aussicht war echt toll, vor allem weil ich bei Dunkelheit mitgefahren bin und man die ganzen Lichter gesehen hat. Die Burg von Osaka habe ich mir auch noch am gleichen Tag angeschaut, dort bin ich aber nicht reingangen. Von außen war es trotzdem ganz nett anzusehen. Und ich war noch bei der Stadthalle auf der Insel Nakanoshima mitten in Tokio. Dort in der Nähe wurde ich dann von japanischen Skatern angesprochen, die mir gesagt haben, dass ich eine "bijin" (schöne Frau) sei *hehehe* Endlich höre ich das von Japanern in meinem Alter und nicht nur von alten Leuten. So, jetzt fühl ich mich toll xD
Am letzten Tag bin ich dann nach Nara gefahren. Dort sind gaaaanz viele ultrazahme Rehe rumgelaufen. Die standen einfach mitten in den Menschenmassen und wollten gefüttert werden. Man konnte die auch problemlos streicheln, die sind einfach stehen geblieben. Ich habe da natürlich alle wichtigen Schreine abgeklappert. Am beeindruckensten war natürlich der riesige Buddha Daibutsu. In der Halle gabs auch eine Säule aus Holz, indem ein Loch ist, das so groß wie ein Nasenloch des Daibutsus ist. Wenn man es schafft durch dieses Loch zu kriechen, dann soll man erleuchtet werden oder so. Laut Lonely Planet bleiben Erwachsene regelmäßig stecken, während Kinder problemlos durchkrabbeln können. Ich habe es aber natürlich geschafft ;P Ok, alle japanischen Mädchen haben es geschafft und da ich ja die gleiche Größe habe war das klar. Erleuchtet fühle ich mich aber leider noch nicht. Ich hoffe das kommt noch.
Insgesamt finde ich Osaka im Nachhinein richtig cool und auch Himeji und Nara waren toll.
Danach bin ich nach Hiroshima gefahren, von wo ich gerade diesen Blogeintrag schreibe. Ich werde morgen aber schon wieder abreisen nach Fukuoka. Meine Erlebnisse von den beiden Städten werde ich dann in dem nächsten Post schildern.
Liebe Grüße,
Valerie
Freitag, 6. November 2009
Wwoofen in Sasayama Teil II
Hallo again!
Hier kommt der zweite Teil von meinen Erlebnissen in Sasayama:
Ich habe noch was gaaaanz tolles gemacht in dieser Stadt, nämlich konnte ich zu einer Kendo Probestunde gehen. Für die Unwissenden: Kendo ist ein japanischer Schwertkampfsport.
Dan, Timo, Tylor und ich sind also zu dieser Probestunde gegangen und ich muss sagen es war echt lustig, interessant und anstrengend. Als erstes gabs natürlich den typischen Aufwärmungskram, obwohl wir uns erst gedehnt und dann aufgewärmt haben. Das war etwas merkwürdig. Und der Lehrer hatte einen echt schockierten Blick drauf, als er gesehen hat, wie ungelenkt die Ausländer doch sind *g* Dann ging es mit den Basicsachen los, die waren schon schwer genug. Ich möchte gar nicht wissen, wie doof das für Profis aussah. Vor allem waren die Kinder, die mit uns trainiert haben, um Längen besser als wir. Die hätten uns wahrscheinlich alle locker fertig gemacht. Jedenfalls musste man bei jedem Schlag "Men!" schreien. Im Grunde ist das ja gar nicht lustig, dann sollten wir aber nach dem Schlag mit dem Bambusschwert hochgehoben am Gegner vorbeipreschen und dazu "Meeeeeeen!" schreien, da konnte ich nicht mehr an mir halten. Das sah einfach zu lächerlich aus und das Men! klang wie das blöken eines Schafs xD Das laute Loslachen konnte ich mir zum Glück noch grad so verkneifen, aber immer wenn ich dem Gegner ins Gesicht geblickt habe, musste ich zu sehr grinsen um noch kämpfen zu können. Insgesamt war der Kendounterricht schon eine tolle Erfahrung.
Ein paar Tage später hatte ich dann die Möglichkeit zu lernen, wie man sich selbst richtig einen Kimono anzieht. Es kam eine Lehrerin ins Haus und hat quasi eine Privatstunde für die Frauen gegeben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es ist, sich ganz alleine den Kimono richtig anzuziehen... Man muss so viel anziehen, festbinden, umschlagen, das ist echt unglaublich. Ich weiß gar nicht, wie man alles festhalten und sich dann gleichzeitig eine Schnur um den Bauch binden soll, ohne dass alles verrutscht. Wir sind in der Stunde sogar gar nicht mehr zum Obi (dem obersten Gürtel) gekommen, weil wir erstmal üben sollten, den Rest richtig anzuziehen. Ich frage mich, wie die Frauen früher das jeden Tag anziehen konnten. Ohne Hilfe würde ich das nie im Leben schaffen. Die nächste Stunde wäre leider erst am 9.11, aber ich bin ja nicht mehr in Sasayama. Aber Midori-san hat mir in Kurzform gezeigt, wie man den Obi richtig bindet. Außerdem hat sie mir (aufgepasst!) 2 Kimono, eine Kimonojacke, einen Unterkimono und einen Obi geschenkt!!!!! Ist das nicht unglaublich? Ich konnte es echt nicht fassen, dass ich das alles gratis bekommen habe! So extrem cool =D Die Sachen sind zwar gebraucht, aber schon alleine dafür muss man normalerweise viel Zahlen. Ich habe jetzt ein Paket mit den ganzen Kimonos nach Hause geschickt, weil die echt schwer sind. Rumtragen könnte ich das alles nie im Leben. Ich muss sagen, dass ich zu diesem Host gegangen bin ist echt die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.
Am Tag vor meiner Abreise haben die anderen Wwoofer dann ein Lagerfeuer gemacht. Nur für mich! (Ok, das war gelogen. Es war Bonfire Night und irgendwie ist das in England ein Feiertag oder so. Ich habe es trotzdem als mein Abschiedgeschenk aufgefasst :P) Jedenfalls war das echt ein schöner Abschied. Ich muss sagen, das war echt ein cooler Haufen Leute und ich werde sie wohl auch ein bisschen vermissen. Ich hatte echt seeeehr viel Spaß auf der Farm. Aber naja, heute bin ich dann nach Osaka abgereist. Ich werde in Osaka wohl 3-4 Tage bleiben.
Also, der neue Eintrag wird dann wohl dann um die Zeit kommen.
Liebe Grüße,
Valerie
Hier kommt der zweite Teil von meinen Erlebnissen in Sasayama:
Ich habe noch was gaaaanz tolles gemacht in dieser Stadt, nämlich konnte ich zu einer Kendo Probestunde gehen. Für die Unwissenden: Kendo ist ein japanischer Schwertkampfsport.
Dan, Timo, Tylor und ich sind also zu dieser Probestunde gegangen und ich muss sagen es war echt lustig, interessant und anstrengend. Als erstes gabs natürlich den typischen Aufwärmungskram, obwohl wir uns erst gedehnt und dann aufgewärmt haben. Das war etwas merkwürdig. Und der Lehrer hatte einen echt schockierten Blick drauf, als er gesehen hat, wie ungelenkt die Ausländer doch sind *g* Dann ging es mit den Basicsachen los, die waren schon schwer genug. Ich möchte gar nicht wissen, wie doof das für Profis aussah. Vor allem waren die Kinder, die mit uns trainiert haben, um Längen besser als wir. Die hätten uns wahrscheinlich alle locker fertig gemacht. Jedenfalls musste man bei jedem Schlag "Men!" schreien. Im Grunde ist das ja gar nicht lustig, dann sollten wir aber nach dem Schlag mit dem Bambusschwert hochgehoben am Gegner vorbeipreschen und dazu "Meeeeeeen!" schreien, da konnte ich nicht mehr an mir halten. Das sah einfach zu lächerlich aus und das Men! klang wie das blöken eines Schafs xD Das laute Loslachen konnte ich mir zum Glück noch grad so verkneifen, aber immer wenn ich dem Gegner ins Gesicht geblickt habe, musste ich zu sehr grinsen um noch kämpfen zu können. Insgesamt war der Kendounterricht schon eine tolle Erfahrung.
Ein paar Tage später hatte ich dann die Möglichkeit zu lernen, wie man sich selbst richtig einen Kimono anzieht. Es kam eine Lehrerin ins Haus und hat quasi eine Privatstunde für die Frauen gegeben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es ist, sich ganz alleine den Kimono richtig anzuziehen... Man muss so viel anziehen, festbinden, umschlagen, das ist echt unglaublich. Ich weiß gar nicht, wie man alles festhalten und sich dann gleichzeitig eine Schnur um den Bauch binden soll, ohne dass alles verrutscht. Wir sind in der Stunde sogar gar nicht mehr zum Obi (dem obersten Gürtel) gekommen, weil wir erstmal üben sollten, den Rest richtig anzuziehen. Ich frage mich, wie die Frauen früher das jeden Tag anziehen konnten. Ohne Hilfe würde ich das nie im Leben schaffen. Die nächste Stunde wäre leider erst am 9.11, aber ich bin ja nicht mehr in Sasayama. Aber Midori-san hat mir in Kurzform gezeigt, wie man den Obi richtig bindet. Außerdem hat sie mir (aufgepasst!) 2 Kimono, eine Kimonojacke, einen Unterkimono und einen Obi geschenkt!!!!! Ist das nicht unglaublich? Ich konnte es echt nicht fassen, dass ich das alles gratis bekommen habe! So extrem cool =D Die Sachen sind zwar gebraucht, aber schon alleine dafür muss man normalerweise viel Zahlen. Ich habe jetzt ein Paket mit den ganzen Kimonos nach Hause geschickt, weil die echt schwer sind. Rumtragen könnte ich das alles nie im Leben. Ich muss sagen, dass ich zu diesem Host gegangen bin ist echt die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.
Am Tag vor meiner Abreise haben die anderen Wwoofer dann ein Lagerfeuer gemacht. Nur für mich! (Ok, das war gelogen. Es war Bonfire Night und irgendwie ist das in England ein Feiertag oder so. Ich habe es trotzdem als mein Abschiedgeschenk aufgefasst :P) Jedenfalls war das echt ein schöner Abschied. Ich muss sagen, das war echt ein cooler Haufen Leute und ich werde sie wohl auch ein bisschen vermissen. Ich hatte echt seeeehr viel Spaß auf der Farm. Aber naja, heute bin ich dann nach Osaka abgereist. Ich werde in Osaka wohl 3-4 Tage bleiben.
Also, der neue Eintrag wird dann wohl dann um die Zeit kommen.
Liebe Grüße,
Valerie
Sonntag, 1. November 2009
Wwoofen in Sasayama
Hallo!
Ich melde mich mal wieder und zwar aus dem schönen Sasayama, das ca. 50km von Osaka entfernt liegt. Hier bin ich wieder bei einem Wwoof-Host, der aber ganz anders ist, als die Farm, in der ich vorher war. Es ist etwas kompliziert zu erklären, wie hier alles abläuft. Die ersten Tage nach der Ankunft war ich erstmal ziemlich verwirrt. Trotzdem versuche ich es euch mal zu erläutern, was ich hier eigentlich mache.
Also der Host, bei dem ich wohne, besteht eigentlich aus 2 Häusern. In dem Nishimura-Haus wohnt man bei der Nishimura Familie, die aus der Mutter Midori-san und ihrem Sohn Gen besteht (es gibt noch einen zweiten Sohn, der wohnt aber in Tokio). Dann gibt es noch das Tsuji-Haus, bei dem hauptsächlich Wwoofer wohnen, ohne wirkliche Aufsichtsperson. Beim ersteren Haus hat man also eher das Familienleben und beim zweiten Haus das "Partyleben" (aber eigentlich werden dort nicht wirklich Partys gefeiert). Man kann also bei der Ankunft aussuchen, in welchem Haus man wohnen will, vorausgesetzt kein Haus ist schon komplett besetzt. Ich selbst bin bei der Nishimura Familie geblieben, weil es hier eine Heizung und Internet gibt. Im anderen Haus scheint es dauernd kalt zu sein, man muss mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und es gibt überhaupt kein Internet...
Gen hat das sogenannte "Nou En" Projekt gegründet, damit will er gegen die Veralterung (sorry, mit fällt gerade nicht das richtige Wort ein...) des Farmlebens angehen. Er nimmt also Wwoofer in seinen Häusern auf und stellt sie gratis der ganzen Gemeinde in Sasayama zu Verfügung. Die Farms, die dort mitmachen, bekommen also Hilfe von uns Wwoofern bei ihrer Farmarbeit, ohne selbst bei Wwoof Japan angemeldet zu sein. Ich gehe also so gut wie jeden Tag zu einer neuen Farm und helfe dort aus. Meine Arbeit besteht momentan hauptsächlich daraus von den Kuromame (black bean) Pflanzen die Blätter abzuschneiden. Viel anderes habe ich eigentlich in den 2 Wochen, die ich hier war, nicht gemacht. Das liegt daran, dass Sasayama ein berühmter Anbauort für Kuromame ist und ganz Japan beliefert. Außerdem braucht fast jeder Japaner Kuromame für Sylvester Essen.
Wie schon angedeutet sind hier mehrere Wwoofer bei diesem Host. Mit mir im Nishimura Haus leben noch der Amerikaner Taylor, der Engländer Dan und der Deutsche Timo (den ich beim vorherigen Host schon getroffen habe). Im anderen Haus wohnen die Französin Laura, der Engländer Lui, der Amerikaner Lawson, und die Japanerinnen Yoshimi und Yuriko. Die meisten Leute sind hier sehr nett und ziemlich cool drauf. Natürlich gibt es auch Personen, die ich weniger mag, aber im großen und ganzen verstehe ich mich mit allen Leuten sehr gut. Außerdem gehen hier ne Menge anderer Leute ein und aus, von denen ich Größtenteils aber keine Ahnung habe, was sie eigentlich mit der Familie zu tun haben. Ein paar sind ehemalige Schüler der Englischschule, die von der Nishimura Familie gegründet wurde, ein paar sind Lehrer dieser Schule, manche sind vielleicht auch einfach nur Freunde. Jedenfalls ist hier immer etwas los und ich habe hier sehr viel Spaß :D
Ich erlebe hier auch ziemlich tolle Sachen und darf typisch japanische Sachen machen, die woanders wahrscheinlich ein Vermögen kosten würden. Ich war zum Beispiel auf einem traditionellen japanischen Festival (Matsuri). Dort tragen verschiedene Gruppen von Männern so eine Art von Schreinen im Kreis herum, in denen oben Kinder drinnen sitzen und trommeln. Es findet dann ein Wettbewerb statt, wer am längsten und tollsten von den Gruppen die Schreine rumtragen können. Die Männer trinken dabei auch ziemlich viel Bier und weil sie so betrunken sind gibts auch ab und zu kleine Schlägereien (aber nichts ernstes). Ich muss sagen ich war erst ziemlich schockiert, aber solange man da nicht grad mittendrinnen ist, ist es eigentlich lustig zuzusehen. Außerdem wird viel leckeres Essen verkauft^^ 2 von den Wwoofern und Gen haben beim Schreine tragen mitgemacht, das sah schon sehr anstregend aus. Am nächsten Tag hatten auch alle blaue Flecken und Wunde Schultern. Hier sind ein paar Bilder vom Festival:




Ich durfte auch kostenlos an einer Teezeremonie teilnehmen, weil Midori-san selbst welche veranstaltet. Normalerweise kann man für eine Teezeremonie ziemlich viel Geld blechen, aber ich hatte Glück. Yuka-san, eine ehemalige Schülerin der Englischschule hat also im Kimono Tee zubereitet und serviert. Midori-san war die Lehrerin und hat Yuka-san mit ihrem Bewegungen verbessert. Es war ziemlich interessant dabei zuzusehen. Jede Bewegung war wichtig und musste perfekt ausgeführt werden. Auch die Stelle, an der man sitzt oder an der die Tassen usw. plaziert werden war wichtig. Also ingesamt gab es sehr viel zu beachten.
Das Beste was ich jedoch erlebt habe ist jedoch, das ich einen Kimono anprobieren durfte! Ist das nicht cool?! Leider haben mir nicht alle Sachen perfekt gepasst, aber es sah trotzdem gut aus und war auch nicht wirklich unbequem. Aber man musste so viele Sachen anziehen... Hier die Beweisfotos. Ich muss sagen auf manchen Bildern kann man mich sogar für eine Halbjapanerin halten xD




Ich habe noch sooo viele andere Sachen erlebt und eigentlich noch einen Haufen Sachen zu erzählen. Aber ich habe keine Lust mehr weiterzuschreibe, das dauert so lange... Da ich sowieso noch bis zum 6.11. bleibe werde ich aber noch einen zweiten Eintrag schreiben und da kommt dann der Rest rein.
Liebe Grüße,
Valerie
Ich melde mich mal wieder und zwar aus dem schönen Sasayama, das ca. 50km von Osaka entfernt liegt. Hier bin ich wieder bei einem Wwoof-Host, der aber ganz anders ist, als die Farm, in der ich vorher war. Es ist etwas kompliziert zu erklären, wie hier alles abläuft. Die ersten Tage nach der Ankunft war ich erstmal ziemlich verwirrt. Trotzdem versuche ich es euch mal zu erläutern, was ich hier eigentlich mache.
Also der Host, bei dem ich wohne, besteht eigentlich aus 2 Häusern. In dem Nishimura-Haus wohnt man bei der Nishimura Familie, die aus der Mutter Midori-san und ihrem Sohn Gen besteht (es gibt noch einen zweiten Sohn, der wohnt aber in Tokio). Dann gibt es noch das Tsuji-Haus, bei dem hauptsächlich Wwoofer wohnen, ohne wirkliche Aufsichtsperson. Beim ersteren Haus hat man also eher das Familienleben und beim zweiten Haus das "Partyleben" (aber eigentlich werden dort nicht wirklich Partys gefeiert). Man kann also bei der Ankunft aussuchen, in welchem Haus man wohnen will, vorausgesetzt kein Haus ist schon komplett besetzt. Ich selbst bin bei der Nishimura Familie geblieben, weil es hier eine Heizung und Internet gibt. Im anderen Haus scheint es dauernd kalt zu sein, man muss mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und es gibt überhaupt kein Internet...
Gen hat das sogenannte "Nou En" Projekt gegründet, damit will er gegen die Veralterung (sorry, mit fällt gerade nicht das richtige Wort ein...) des Farmlebens angehen. Er nimmt also Wwoofer in seinen Häusern auf und stellt sie gratis der ganzen Gemeinde in Sasayama zu Verfügung. Die Farms, die dort mitmachen, bekommen also Hilfe von uns Wwoofern bei ihrer Farmarbeit, ohne selbst bei Wwoof Japan angemeldet zu sein. Ich gehe also so gut wie jeden Tag zu einer neuen Farm und helfe dort aus. Meine Arbeit besteht momentan hauptsächlich daraus von den Kuromame (black bean) Pflanzen die Blätter abzuschneiden. Viel anderes habe ich eigentlich in den 2 Wochen, die ich hier war, nicht gemacht. Das liegt daran, dass Sasayama ein berühmter Anbauort für Kuromame ist und ganz Japan beliefert. Außerdem braucht fast jeder Japaner Kuromame für Sylvester Essen.
Wie schon angedeutet sind hier mehrere Wwoofer bei diesem Host. Mit mir im Nishimura Haus leben noch der Amerikaner Taylor, der Engländer Dan und der Deutsche Timo (den ich beim vorherigen Host schon getroffen habe). Im anderen Haus wohnen die Französin Laura, der Engländer Lui, der Amerikaner Lawson, und die Japanerinnen Yoshimi und Yuriko. Die meisten Leute sind hier sehr nett und ziemlich cool drauf. Natürlich gibt es auch Personen, die ich weniger mag, aber im großen und ganzen verstehe ich mich mit allen Leuten sehr gut. Außerdem gehen hier ne Menge anderer Leute ein und aus, von denen ich Größtenteils aber keine Ahnung habe, was sie eigentlich mit der Familie zu tun haben. Ein paar sind ehemalige Schüler der Englischschule, die von der Nishimura Familie gegründet wurde, ein paar sind Lehrer dieser Schule, manche sind vielleicht auch einfach nur Freunde. Jedenfalls ist hier immer etwas los und ich habe hier sehr viel Spaß :D
Ich erlebe hier auch ziemlich tolle Sachen und darf typisch japanische Sachen machen, die woanders wahrscheinlich ein Vermögen kosten würden. Ich war zum Beispiel auf einem traditionellen japanischen Festival (Matsuri). Dort tragen verschiedene Gruppen von Männern so eine Art von Schreinen im Kreis herum, in denen oben Kinder drinnen sitzen und trommeln. Es findet dann ein Wettbewerb statt, wer am längsten und tollsten von den Gruppen die Schreine rumtragen können. Die Männer trinken dabei auch ziemlich viel Bier und weil sie so betrunken sind gibts auch ab und zu kleine Schlägereien (aber nichts ernstes). Ich muss sagen ich war erst ziemlich schockiert, aber solange man da nicht grad mittendrinnen ist, ist es eigentlich lustig zuzusehen. Außerdem wird viel leckeres Essen verkauft^^ 2 von den Wwoofern und Gen haben beim Schreine tragen mitgemacht, das sah schon sehr anstregend aus. Am nächsten Tag hatten auch alle blaue Flecken und Wunde Schultern. Hier sind ein paar Bilder vom Festival:
Ich durfte auch kostenlos an einer Teezeremonie teilnehmen, weil Midori-san selbst welche veranstaltet. Normalerweise kann man für eine Teezeremonie ziemlich viel Geld blechen, aber ich hatte Glück. Yuka-san, eine ehemalige Schülerin der Englischschule hat also im Kimono Tee zubereitet und serviert. Midori-san war die Lehrerin und hat Yuka-san mit ihrem Bewegungen verbessert. Es war ziemlich interessant dabei zuzusehen. Jede Bewegung war wichtig und musste perfekt ausgeführt werden. Auch die Stelle, an der man sitzt oder an der die Tassen usw. plaziert werden war wichtig. Also ingesamt gab es sehr viel zu beachten.
Das Beste was ich jedoch erlebt habe ist jedoch, das ich einen Kimono anprobieren durfte! Ist das nicht cool?! Leider haben mir nicht alle Sachen perfekt gepasst, aber es sah trotzdem gut aus und war auch nicht wirklich unbequem. Aber man musste so viele Sachen anziehen... Hier die Beweisfotos. Ich muss sagen auf manchen Bildern kann man mich sogar für eine Halbjapanerin halten xD
Ich habe noch sooo viele andere Sachen erlebt und eigentlich noch einen Haufen Sachen zu erzählen. Aber ich habe keine Lust mehr weiterzuschreibe, das dauert so lange... Da ich sowieso noch bis zum 6.11. bleibe werde ich aber noch einen zweiten Eintrag schreiben und da kommt dann der Rest rein.
Liebe Grüße,
Valerie
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Kyoto
Heyho!
Ich bin grade ziemlich schlecht drauf, weil mir heute Reis geklaut wurde -.- Ich habe schön mein Essenszeug in die Küche vom Hostel gepackt und auch beschriftet und habe mich dann ins Wohnzimmer gesetzt, um im Internet zu surfen. Als ich mir dann mein Abendessen zubereiten wollte, habe ich gesehen dass mich jemand netterweise um meine beiden Reispackungen erleichtert hat. Ich saß grade nebenan im Wohnzimmer und jemand klaut meinen Reis! Wie dreist ist das denn? Bis eben war mir echt fast zum Heulen zumute. Das mag vielleicht lächerlich klingen, aber der Reis kostet halt auch was. Und ich habe sowieso festgestellt, dass ich früher oder später ziemliche Geldprobleme haben werde, weil Japan so verdammt teuer ist... Oh Gott, wie viel Geld ich in den Tagen, die ich in Japan bin, schon ausgegeben habe. Daran möchte ich eigentlich gar nicht denken.
Um Geld zu sparen werde ich morgen zwar für 3 Wochen auf eine Farm in der Nähe von Osaka gehen, aber ich habe mein Monatsgeld fast schon in einer Woche ausgegeben. Und es ist ja nicht so, dass ich mir bisher sonderlich viel Luxus geleistet habe. In Südkorea werden die Hostels dann zwar günstiger sein, aber dafür kann ich dort nicht wwoofen, das heißt das Geld wird dort genauso knapp sein. Juhu! -.-
Nun gut, jetzt aber zu erfreulicheren Themen: Kyoto und Bilder.
Ich habe ein paar Bilder bei Facebook hochgeladen, weil das praktischer ist. Wer sich sie ansehen will, der folge diesem Link: KLICK (Ich hoffe auch Leute, die nicht auf Facebook angemeldet sind, können sich die Bilder anschauen. Wenn nicht sagt Bescheid.)
Ich bin in Kyoto ja schon um 5 Uhr morgens angekommen, da hatte der Bahnhof noch nichtmal aufgemacht. Um ca. 6 Uhr begannen sie langsam ein paar Teile des Bahnhofs zu öffnen und ich konnte mich etwas umschauen. Ich habe dann gewartet, bis das Tourist Information Center aufgemacht hat (8:30). Das heißt ich bin 3 1/2 Stunden am herumgelungert. Dann bin ich ab ins Hostel und habe eingecheckt und Gepäck abgestellt. Danach gings los die Umgebung erkunden, das heißt im Grunde durch die Straßen wandern und Tempel anschauen. Als ich dann endlich etwas essen wollte, bin ich zurück zur Kyoto Station. Das Gebäude ist echt groß und man kann hoch auch eine Plattform um Kyoto von oben anzuschauen. Die Restaurants waren aber natürlich alle überteuert. Eine miniminimini Pizza hat 1500 Yen gekostet (ca. 12€). Letztlich habe ich doch noch einen akzeptablen Laden gefunden und Ramen (die Nudeln! ;) ) gegessen. Abends habe ich im Hostel auf dem Zimmer eine andere Deutsche kennengelernt. Mit ihr bin ich dann ins Gion-Viertel gelaufen, wo Geishas und Maikos rumlaufen sollte. Und das war wirklich der Fall! Einzelne Geishas habe ich gesehen, aber ich habe mich nicht getraut sie zu fotografieren xD Sie waren aber schön anzusehen.
Am zweiten Tag habe ich mich dann mit der anderen Deutschen den Fushimin Inari-Taisha Schrein angesehen. Dort führt ein laaanger Weg hoch auf die Spitze des Berges, gesäumt von seeeeeeeehr vielen roten Toren. Und ich bin tatsächlich hochgewandert! Leider war der Weg sehr überfüllt, es gab tausende von Touristen. Je höher wir gingen, desto weniger wurden es jedoch. Danach wollten wir dann den Matsunoo Schrein und den Affenberg besuchen. Den Matsunoo Schrein haben wir uns tatsächlich noch angesehen, danach waren wir aber so fertig vom rumlaufen, dass wir nicht mehr zum Affenberg gegangen sind. Dann haben wir uns auf die Suche nach der nächsten Bushaltestelle gemacht, an der wir mit dem Bus-Tagesticket fahren konnten und nichts extra draufzahlen mussten. Mensch, das war ein Akt! Vor allem sind wir dann in den falschen Bus eingestiegen und mussten doch noch 220 Yen zahlen. Ich war echt wieder im Hostel zu sein nach dem langen Tag.
Für den dritten Tag habe ich mir dann eine Menge vorgenommen - natürlich habe ich nicht alles geschafft. Ich bin also zum Silbernen Pavillon, habe den angeschaut und bin dann den Philosophen Weg entlangegelaufen. Ich muss sagen, den nicht so gut besuchten und kleinen Honen-in Tempel fand ich schöner als die touristenüberfüllten anderen Tempel und Schreine. Schließlich bin ich noch zum Nanzenji Tempel (eine ziemliche große Anlage, dabei war ich schon so fertig vom Laufen) und habe mich dann zum Heian Jingu Schrein aufgemacht (mit dem riesigen roten Tor ein paar Meter vorher). Danach habe ich beschlossen noch zum Kyoto Imperial Park zu laufen. Wieso verdammt nochmal bin ich eigentlich alles gelaufen? Ich hatte doch eine Tagesfahrkarte für den Bus gekauft. Manchmal verstehe ich michz selbst nicht.... Weil ich schon sooo kaputt vom Laufen war, habe ich mir den Park nur sehr kurz angeschaut. Danach ging es wieder zurück ins Hostel ausruhen. Weil ich aber nicht den Abend herumgammeln wollte, habe ich mich nochmal aufgemacht um die Einkaufsstraßen Kyotos zu erkunden. Da gabs wirklich ein paar tolle Geschäfte, aber ich habe mir mal wieder nichts gekauft. Ich hatte gerade den Gedanken, dass es so toll in Japan ist, weil man Abends herumlaufen kann, ohne dumm angesprochen zu werden, als ein älterer Japaner mich zu Kaffee und Kuchen einladen wollte. Er konnte gar kein Englisch und ich habe so getan, als würde ich gar kein Japanisch können, aber er hat nicht aufgegeben. Auch mein "Go away!" konnter oder wollte er nicht verstehen. Schließlich habe ich dann einfach die Straßenseite gewechselt und er ist endlich verschwunden. Zum Glück waren viele Passanten unterwegs, wäre er nämlich nicht gegangen, hätte ich einfach eine Touristengruppe angesprochen.
Heute bin ich zum Kinkakuji Tempel, dem Goldenen Pavillon, gefahren. Der war auch total überfüllt mit Touristen und Schulkindern. Wären nicht so viele Leute da, wäre die Anlage wahrscheinlich viel schöner gewesen. Also bin ich auch nicht sehr lange da geblieben, sondern bin weiter zum Daitokuji Tempel, Kamigamo Schrein und Shimogamo Schrein. Die waren alle ganz nett, aber ich habe mich ehrlich gesagt schon etwas an Schreinen und Tempeln sattgesehen. Später werde ich die meisten Tempel auf meinen Fotos sowieso nicht mehr zuordnen können. Bei letzterem Schrein hat mich eine Gruppe von japanischen Schülerinen angesprochen. Ich glaube die sollten für die Schule Ausländern Fragen stellen, wie z.B. wie lange ich schon in Japan bin, was ich hier machen will, welches japanische Essen ich mag und nicht mag etc. Am Ende haben sie dann noch mit mir zusammen ein Foto gemacht. Ich wurde das erste Mal Valerie-chan genannt ;D Also die Schülerinnen waren echt süß muss ich sagen. Den ganzen Tag über in ganz Kyoto habe ich aber schon Gruppen von Schülern gesehen, die Ausländern Fragen gestellt haben. Vielleicht war heute der Sprich-den Ausländer-an-Tag? Sogar Grundschüler mussten das machen, die standen an der Kyoto Station und haben Schilder hochgehalten. Zu denen bin ich aber nicht hin, weil ich denke, wenn die was von mir wollen, dann sollen die mich doch bitte direkt ansprechen (ja, ich weiß, die sind erst in der Grundschule, aber irgendwann müssen sie es sowieso lernen).
So, es waren schon ziemlich anstrengende Tage in Kyoto, getoppt von einem Reis-Klau -.- Mal gucken wie es dann morgen auf der Farm wird, ich hoffe ich bin dort nicht alleine.
Also, bis ein ander mal!
Liebe Grüße,
Valerie
Ich bin grade ziemlich schlecht drauf, weil mir heute Reis geklaut wurde -.- Ich habe schön mein Essenszeug in die Küche vom Hostel gepackt und auch beschriftet und habe mich dann ins Wohnzimmer gesetzt, um im Internet zu surfen. Als ich mir dann mein Abendessen zubereiten wollte, habe ich gesehen dass mich jemand netterweise um meine beiden Reispackungen erleichtert hat. Ich saß grade nebenan im Wohnzimmer und jemand klaut meinen Reis! Wie dreist ist das denn? Bis eben war mir echt fast zum Heulen zumute. Das mag vielleicht lächerlich klingen, aber der Reis kostet halt auch was. Und ich habe sowieso festgestellt, dass ich früher oder später ziemliche Geldprobleme haben werde, weil Japan so verdammt teuer ist... Oh Gott, wie viel Geld ich in den Tagen, die ich in Japan bin, schon ausgegeben habe. Daran möchte ich eigentlich gar nicht denken.
Um Geld zu sparen werde ich morgen zwar für 3 Wochen auf eine Farm in der Nähe von Osaka gehen, aber ich habe mein Monatsgeld fast schon in einer Woche ausgegeben. Und es ist ja nicht so, dass ich mir bisher sonderlich viel Luxus geleistet habe. In Südkorea werden die Hostels dann zwar günstiger sein, aber dafür kann ich dort nicht wwoofen, das heißt das Geld wird dort genauso knapp sein. Juhu! -.-
Nun gut, jetzt aber zu erfreulicheren Themen: Kyoto und Bilder.
Ich habe ein paar Bilder bei Facebook hochgeladen, weil das praktischer ist. Wer sich sie ansehen will, der folge diesem Link: KLICK (Ich hoffe auch Leute, die nicht auf Facebook angemeldet sind, können sich die Bilder anschauen. Wenn nicht sagt Bescheid.)
Ich bin in Kyoto ja schon um 5 Uhr morgens angekommen, da hatte der Bahnhof noch nichtmal aufgemacht. Um ca. 6 Uhr begannen sie langsam ein paar Teile des Bahnhofs zu öffnen und ich konnte mich etwas umschauen. Ich habe dann gewartet, bis das Tourist Information Center aufgemacht hat (8:30). Das heißt ich bin 3 1/2 Stunden am herumgelungert. Dann bin ich ab ins Hostel und habe eingecheckt und Gepäck abgestellt. Danach gings los die Umgebung erkunden, das heißt im Grunde durch die Straßen wandern und Tempel anschauen. Als ich dann endlich etwas essen wollte, bin ich zurück zur Kyoto Station. Das Gebäude ist echt groß und man kann hoch auch eine Plattform um Kyoto von oben anzuschauen. Die Restaurants waren aber natürlich alle überteuert. Eine miniminimini Pizza hat 1500 Yen gekostet (ca. 12€). Letztlich habe ich doch noch einen akzeptablen Laden gefunden und Ramen (die Nudeln! ;) ) gegessen. Abends habe ich im Hostel auf dem Zimmer eine andere Deutsche kennengelernt. Mit ihr bin ich dann ins Gion-Viertel gelaufen, wo Geishas und Maikos rumlaufen sollte. Und das war wirklich der Fall! Einzelne Geishas habe ich gesehen, aber ich habe mich nicht getraut sie zu fotografieren xD Sie waren aber schön anzusehen.
Am zweiten Tag habe ich mich dann mit der anderen Deutschen den Fushimin Inari-Taisha Schrein angesehen. Dort führt ein laaanger Weg hoch auf die Spitze des Berges, gesäumt von seeeeeeeehr vielen roten Toren. Und ich bin tatsächlich hochgewandert! Leider war der Weg sehr überfüllt, es gab tausende von Touristen. Je höher wir gingen, desto weniger wurden es jedoch. Danach wollten wir dann den Matsunoo Schrein und den Affenberg besuchen. Den Matsunoo Schrein haben wir uns tatsächlich noch angesehen, danach waren wir aber so fertig vom rumlaufen, dass wir nicht mehr zum Affenberg gegangen sind. Dann haben wir uns auf die Suche nach der nächsten Bushaltestelle gemacht, an der wir mit dem Bus-Tagesticket fahren konnten und nichts extra draufzahlen mussten. Mensch, das war ein Akt! Vor allem sind wir dann in den falschen Bus eingestiegen und mussten doch noch 220 Yen zahlen. Ich war echt wieder im Hostel zu sein nach dem langen Tag.
Für den dritten Tag habe ich mir dann eine Menge vorgenommen - natürlich habe ich nicht alles geschafft. Ich bin also zum Silbernen Pavillon, habe den angeschaut und bin dann den Philosophen Weg entlangegelaufen. Ich muss sagen, den nicht so gut besuchten und kleinen Honen-in Tempel fand ich schöner als die touristenüberfüllten anderen Tempel und Schreine. Schließlich bin ich noch zum Nanzenji Tempel (eine ziemliche große Anlage, dabei war ich schon so fertig vom Laufen) und habe mich dann zum Heian Jingu Schrein aufgemacht (mit dem riesigen roten Tor ein paar Meter vorher). Danach habe ich beschlossen noch zum Kyoto Imperial Park zu laufen. Wieso verdammt nochmal bin ich eigentlich alles gelaufen? Ich hatte doch eine Tagesfahrkarte für den Bus gekauft. Manchmal verstehe ich michz selbst nicht.... Weil ich schon sooo kaputt vom Laufen war, habe ich mir den Park nur sehr kurz angeschaut. Danach ging es wieder zurück ins Hostel ausruhen. Weil ich aber nicht den Abend herumgammeln wollte, habe ich mich nochmal aufgemacht um die Einkaufsstraßen Kyotos zu erkunden. Da gabs wirklich ein paar tolle Geschäfte, aber ich habe mir mal wieder nichts gekauft. Ich hatte gerade den Gedanken, dass es so toll in Japan ist, weil man Abends herumlaufen kann, ohne dumm angesprochen zu werden, als ein älterer Japaner mich zu Kaffee und Kuchen einladen wollte. Er konnte gar kein Englisch und ich habe so getan, als würde ich gar kein Japanisch können, aber er hat nicht aufgegeben. Auch mein "Go away!" konnter oder wollte er nicht verstehen. Schließlich habe ich dann einfach die Straßenseite gewechselt und er ist endlich verschwunden. Zum Glück waren viele Passanten unterwegs, wäre er nämlich nicht gegangen, hätte ich einfach eine Touristengruppe angesprochen.
Heute bin ich zum Kinkakuji Tempel, dem Goldenen Pavillon, gefahren. Der war auch total überfüllt mit Touristen und Schulkindern. Wären nicht so viele Leute da, wäre die Anlage wahrscheinlich viel schöner gewesen. Also bin ich auch nicht sehr lange da geblieben, sondern bin weiter zum Daitokuji Tempel, Kamigamo Schrein und Shimogamo Schrein. Die waren alle ganz nett, aber ich habe mich ehrlich gesagt schon etwas an Schreinen und Tempeln sattgesehen. Später werde ich die meisten Tempel auf meinen Fotos sowieso nicht mehr zuordnen können. Bei letzterem Schrein hat mich eine Gruppe von japanischen Schülerinen angesprochen. Ich glaube die sollten für die Schule Ausländern Fragen stellen, wie z.B. wie lange ich schon in Japan bin, was ich hier machen will, welches japanische Essen ich mag und nicht mag etc. Am Ende haben sie dann noch mit mir zusammen ein Foto gemacht. Ich wurde das erste Mal Valerie-chan genannt ;D Also die Schülerinnen waren echt süß muss ich sagen. Den ganzen Tag über in ganz Kyoto habe ich aber schon Gruppen von Schülern gesehen, die Ausländern Fragen gestellt haben. Vielleicht war heute der Sprich-den Ausländer-an-Tag? Sogar Grundschüler mussten das machen, die standen an der Kyoto Station und haben Schilder hochgehalten. Zu denen bin ich aber nicht hin, weil ich denke, wenn die was von mir wollen, dann sollen die mich doch bitte direkt ansprechen (ja, ich weiß, die sind erst in der Grundschule, aber irgendwann müssen sie es sowieso lernen).
So, es waren schon ziemlich anstrengende Tage in Kyoto, getoppt von einem Reis-Klau -.- Mal gucken wie es dann morgen auf der Farm wird, ich hoffe ich bin dort nicht alleine.
Also, bis ein ander mal!
Liebe Grüße,
Valerie
Sonntag, 11. Oktober 2009
Allerlei
Konbanwa!
Na, gehts euch allen gut in Deutschland? Mir gehts gut in Japan - trotz eines schrecklichen Taifuns, der durch Japan gefegt ist und auch Tokyo getroffen ... haben sollte. Tja, in der Realität sah das alles etwas anders aus: Sonnenschein und etwas Wind. Ehrlich gesagt war es nur nachts stürmisch, am Morgen zum 08.10. hat dann wirklich die Sonne geschienen. Der Wind war ab und zu stärker aber im großen und ganzen war ziemlich gutes Wetter! Der Taifun hat Tokyo anscheinend nur gestreift? Also, ihr könnt beruhigt aufatmen oder auch enttäuscht sein, dass ich noch lebe ;)
Am Tag vorher, dem 07.10 habe ich übrigens meine Japanischlehrerin und ihren Mann in Asakusa (Tokyo) getroffen. Sie ist nämlich zufällig auch gerade in Japan gewesen. Ich wurde in die wunderbare Welt der japanischen Süßigkeiten eingeführt und durfte Köstlichkeiten wie zum Beispiel Dango probieren. Es war alles sehr lecker, danke nochmal dafür! Ich habe auch ein Beweisfoto von uns beiden, aber Bilder lade ich ein anders mal hoch (das dauert immer so lange).
An den anderen Tagen war ich unter anderem beim Tokyo Metropolitan Government Office oben im Turm auf der Aussichtsplattform. Dort hat man eine geniale Aussicht auf Tokyo, es liegt einem quasi zu Füßen^^ Es sind auch viele lustige Fotos entstanden *hehe* Außerdem war ich nochmals in Akihabara und diesmal tatsächlich in einem Maid Café! Begleitet wurde ich von Timo und Chris - der wollte auch nicht allein in eins gehen und hat sich uns deshalb spontan angeschlossen. In Akihabara haben uns dann 3 Japaner angesprochen, die angeboten haben, uns durch das Viertel zu führen (sie wollten ihr Englisch verbessern). Die haben uns dann schließlich auch in ein gutes und relativ günstiges Maid Café geführt. Leider darf man drinnen keine Fotos machen, daher kann ich es euch nicht zeigen. Aber ich kann sagen, dass nur wenige Maids wirklich hübsch waren =( Ich habe mehr erwartet. Dennoch war es auf jeden Fall eine coole Erfahrung. 3 Minuten mit einer Maid zu reden kostet übrigens 1500 Yen und ein Foto 500 Yen... Aber Timo und ich haben dank der Japaner ein Foto kostenlos bekommen ;D
Abends habe ich dann den Nightbus nach Kyoto genommen. Ich muss sagen, es war schon etwas schwer alle neuen Bekanntschaften wieder zu verlassen und wieder alleine zu reisen. Aber man sieht sich ja immer 2mal im Leben. Die Sitze vom Bus waren übrigends extrem schmal, ich hab mich schon voll eingeengt gefühlt. Ich weiß nicht, wie es wohl einer größeren Person ergeht. Es gab auch quasi gar keine Beinfreiheit. Naja, dafür war es günstig... Angehalten hat der Bus nur einmal für schnell auf Toilette gehen. Ich dachte er würde ein bisschen länger Pause machen, aber das waren allerhöchstens 10 Minuten. Ich hatte noch nicht mal genug Zeit um Kaugummis kaufen zu gehen und hätte fast den Bus verpasst. Zum Glück hat mir meine Sitznachbarin Bescheid gesagt, dass es los geht.
Von meinen bisherigen Erlebnissen in Kyoto erzähle ich dann ein andermal. Also dann, oyasumi nasai!
Liebe Grüße,
Valerie
Na, gehts euch allen gut in Deutschland? Mir gehts gut in Japan - trotz eines schrecklichen Taifuns, der durch Japan gefegt ist und auch Tokyo getroffen ... haben sollte. Tja, in der Realität sah das alles etwas anders aus: Sonnenschein und etwas Wind. Ehrlich gesagt war es nur nachts stürmisch, am Morgen zum 08.10. hat dann wirklich die Sonne geschienen. Der Wind war ab und zu stärker aber im großen und ganzen war ziemlich gutes Wetter! Der Taifun hat Tokyo anscheinend nur gestreift? Also, ihr könnt beruhigt aufatmen oder auch enttäuscht sein, dass ich noch lebe ;)
Am Tag vorher, dem 07.10 habe ich übrigens meine Japanischlehrerin und ihren Mann in Asakusa (Tokyo) getroffen. Sie ist nämlich zufällig auch gerade in Japan gewesen. Ich wurde in die wunderbare Welt der japanischen Süßigkeiten eingeführt und durfte Köstlichkeiten wie zum Beispiel Dango probieren. Es war alles sehr lecker, danke nochmal dafür! Ich habe auch ein Beweisfoto von uns beiden, aber Bilder lade ich ein anders mal hoch (das dauert immer so lange).
An den anderen Tagen war ich unter anderem beim Tokyo Metropolitan Government Office oben im Turm auf der Aussichtsplattform. Dort hat man eine geniale Aussicht auf Tokyo, es liegt einem quasi zu Füßen^^ Es sind auch viele lustige Fotos entstanden *hehe* Außerdem war ich nochmals in Akihabara und diesmal tatsächlich in einem Maid Café! Begleitet wurde ich von Timo und Chris - der wollte auch nicht allein in eins gehen und hat sich uns deshalb spontan angeschlossen. In Akihabara haben uns dann 3 Japaner angesprochen, die angeboten haben, uns durch das Viertel zu führen (sie wollten ihr Englisch verbessern). Die haben uns dann schließlich auch in ein gutes und relativ günstiges Maid Café geführt. Leider darf man drinnen keine Fotos machen, daher kann ich es euch nicht zeigen. Aber ich kann sagen, dass nur wenige Maids wirklich hübsch waren =( Ich habe mehr erwartet. Dennoch war es auf jeden Fall eine coole Erfahrung. 3 Minuten mit einer Maid zu reden kostet übrigens 1500 Yen und ein Foto 500 Yen... Aber Timo und ich haben dank der Japaner ein Foto kostenlos bekommen ;D
Abends habe ich dann den Nightbus nach Kyoto genommen. Ich muss sagen, es war schon etwas schwer alle neuen Bekanntschaften wieder zu verlassen und wieder alleine zu reisen. Aber man sieht sich ja immer 2mal im Leben. Die Sitze vom Bus waren übrigends extrem schmal, ich hab mich schon voll eingeengt gefühlt. Ich weiß nicht, wie es wohl einer größeren Person ergeht. Es gab auch quasi gar keine Beinfreiheit. Naja, dafür war es günstig... Angehalten hat der Bus nur einmal für schnell auf Toilette gehen. Ich dachte er würde ein bisschen länger Pause machen, aber das waren allerhöchstens 10 Minuten. Ich hatte noch nicht mal genug Zeit um Kaugummis kaufen zu gehen und hätte fast den Bus verpasst. Zum Glück hat mir meine Sitznachbarin Bescheid gesagt, dass es los geht.
Von meinen bisherigen Erlebnissen in Kyoto erzähle ich dann ein andermal. Also dann, oyasumi nasai!
Liebe Grüße,
Valerie
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Leben und Arbeiten auf einer Farm
Hallo zusammen!
Man mag es kaum glauben, aber ich lebe noch und ich habe auch noch nicht die Lust am bloggen verloren. Es tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, aber wie es der Titel schon verrät habe ich für 2 Wochen auf einer Farm gearbeitet und dort hatte ich leider nur begrenztes Internet und kein W-Lan. Von der Zeit werde ich in diesem Eintrag gleich berichten.
Zunächst einmal wollte ich mich aber für die ganzen bisherigen Kommentare bedanken =) Ich freu mich immer, wenn ich einen neuen Kommentar sehe. Und auch danke an alle stillen Mitleser.
Nun aber zum Bericht der 2 Wochen.
Die Reise zur Komafarm habe ich recht gut überstanden. Mit dem Zug gings erstmal von Tokyo nach Takao, dann nach Kofu und schließlich nach Nirasaki. Insgesamt waren das 2-3 Stunden Fahrt. Ich hab mir auf der Reise dann Pocky gekauft, weil diese Süßigkeit im Internet hoch gelobt wird. Naja, meiner Meinung nach sind die überbewertet. Sie schmecken halt wie stinknormale Mikadostäbchen. Im Zug nach Nirasaki waren auch eine Menge Schüler dabei und ich musste mich mit meinem großen Backpack reinquetschen. Dort habe ich dann fast ne Japanerin zerquetscht, weil ich mich nirgends festhalten konnte. Letztlich haben es aber alle Anwesenden überlebt.
Danach musste ich einen Bus nach Shiogawa nehmen. Also habe ich auf japanisch Leute gefragt, welcher Bus der richtige ist, was mir auch sofort gezeigt wurde. Anders als in Tokyo können die Leute auf dem Land nämlich wirklich so gut wie gar kein Englisch. Auf der Busfahrt bin ich aber dann ziemlich verzweifelt, weil dort alles nur in Kanji stand und ich keine Ahnung hatte, wann die richtige Haltestelle kommt. Außerdem war die Busfahrt so extrem lang, ich dachte da müsste was faul sein. Ich habe also einen Schüler angesprochen und total vollgejammert. Der arme tut mir im Nachhinein extrem Leid. Er konnte nämlich gaaar kein Englisch und hat versucht mir irgendwas mitzuteilen. Ich habe natürlich nichts verstanden. Letztendlich habe ich es aber doch noch nach Shiogawa geschafft. Weil ich aber so fertig mit den Nerven war, hat der Schüler für mich die Farm angerufen (mein Handy hatte in den Bergen kein Netz) und den Leuten gesagt, dass sie mich abholen sollen. Sonst hätte ich nämlich noch weiter fahren müssen. Also der Schüler war echt so nett und hat mir so ungefähr mein Leben gerettet. Sonst wäre ich nämlich vollkommen verzweifelt. Mein Hostvater hat mich dann also abgeholt, zusammen mit einem anderen deutschen Wwoofer, der auch gerade zufällig auf der Farm war (Grüß dich, Timo!^^)
Auf der Farm leben der Hostvater (den Namen habe ich nie rausgefunden, habe ihn immer nur otoosan = Vater genannt) und Chiharu-san (eine Frau). Ihre Beziehung zueinander habe ich nie richtig verstanden. Der Hostvater war schon älter und Chiharu-san Ende 30, aber er war nicht ihr Vater. Vielleicht Onkel? Ich werde es wohl nie herausfinden. Der Hostvater war auf jeden Fall seeeeeehr nett und hat immer für alle gekocht. Mit ihm habe ich am liebsten gearbeitet, weil er schön unkompliziert war. Chiharu-san dagegen ist die stressigste Person, die ich je getroffen habe. Immer am herumrennen und machen, nie hat sie sich mal eine Pause gegönnt. Mit ihr zu arbeiten war immer etwas anstrengend. Außerdem gab es noch einen Hund, Ryu-chan. Sie ist überhaupt nicht erzogen, bellt immer wenn sie spazieren gehen, essen oder einfach nur Aufmerksamkeit will. Sogar morgens hat sie immer gebellt, sodass man gar nicht die Möglichkeit hatte mal länger im Bett zu bleiben. Aber ich musste sowieso jeden Tag vor 6 Uhr aufstehen. Das ist mir sogar überraschend leicht gefallen, ich dachte ich würde mehr kämpfen müssen. Ryu-chan konnte auch noch nichtmal Stöcken oder sowas holen. Wenn man etwas geschmissen hat, dann ist sie immer nur hingelaufen, aber nicht mehr zurück... Das war sehr merkwürdig.
Meine Arbeit auf der Farm bestand hauptsächlich darin Hanamame ( eine Art Bohne) zu pflücken und zu öffnen, Mais zu pflücken, Zucchini zu pflücken oder Kartoffeln zu sortieren. Außerdem musste ich im Haushalt helfen, das heißt staubsaugen, abwaschen, Wäsche aufhängen, etc. Also ingesamt war die Arbeit vom körperlichen gesehen nicht sonderlich schwer und anstrengend. Aber sie war zum Teil sehr langweilig. Zum Glück war der andere deutsche Wwoofer da, dann konnten wir uns wenigstens unterhalten. Ich glaube aber auch, dass ich eine gute Zeit erwischt habe, weil ich öfters freie Tage hatte.
Das japanische Essen hat mir größtenteils auch gut geschmeckt. Leider waren in manchen Gerichten Pilze drinnen. Es gab einmal so weiße, kleine Pilze, die habe ich sogar gegessen (Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe sie gegessen!!!), weil ich nichts sagen wollte. Die anderen braunen Pilze habe ich aber unauffällig raussortiert, bzw. nicht gegessen. Ich muss sagen, durch diese 2 Wochen bin ich zum totalen Reis, Tofu und Kürbis-Fan avanciert. Und es ist gar nicht so schlimm morgens schon Reis zu essen! Ich habe übrigens auch Natto probiert - das angeblich schlimmste japanische Essen, was man einem Ausländer vorsetzen kann. Ich fand es letztendlich aber nicht sooo eklig, habs mir schlimmer vorgestellt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es nie roh probiert habe, sondern immer nur mit Soße vermischt. Immer hätte ich Natto aber auch nicht essen können. Zwischen der Arbeit gab es dann immer mal wieder Pausen mit Snacks. Dort habe ich eine japanische Süßigkeit lieben gelernt: Gebäckstückchen mit Karamell überzogen. Passt besonders gut zu Kaffee. Ich muss mir unbedingt davon was nach Deutschland mitnehmen, wenn ich heimkomm!
Ich könnte noch sooo viel über die Zeit auf der Farm schreiben, aber dann würde der Eintrag ewig lang werden. Deshalb höre ich hier auch einfach für heute auf. Vielleicht schreibe ich ja nochmal später was dazu. Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Zeit auf der Farm sehr interessant fand und dass es sich gelohnt hat dort hin zu fahren.
Man mag es kaum glauben, aber ich lebe noch und ich habe auch noch nicht die Lust am bloggen verloren. Es tut mir Leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, aber wie es der Titel schon verrät habe ich für 2 Wochen auf einer Farm gearbeitet und dort hatte ich leider nur begrenztes Internet und kein W-Lan. Von der Zeit werde ich in diesem Eintrag gleich berichten.
Zunächst einmal wollte ich mich aber für die ganzen bisherigen Kommentare bedanken =) Ich freu mich immer, wenn ich einen neuen Kommentar sehe. Und auch danke an alle stillen Mitleser.
Nun aber zum Bericht der 2 Wochen.
Die Reise zur Komafarm habe ich recht gut überstanden. Mit dem Zug gings erstmal von Tokyo nach Takao, dann nach Kofu und schließlich nach Nirasaki. Insgesamt waren das 2-3 Stunden Fahrt. Ich hab mir auf der Reise dann Pocky gekauft, weil diese Süßigkeit im Internet hoch gelobt wird. Naja, meiner Meinung nach sind die überbewertet. Sie schmecken halt wie stinknormale Mikadostäbchen. Im Zug nach Nirasaki waren auch eine Menge Schüler dabei und ich musste mich mit meinem großen Backpack reinquetschen. Dort habe ich dann fast ne Japanerin zerquetscht, weil ich mich nirgends festhalten konnte. Letztlich haben es aber alle Anwesenden überlebt.
Danach musste ich einen Bus nach Shiogawa nehmen. Also habe ich auf japanisch Leute gefragt, welcher Bus der richtige ist, was mir auch sofort gezeigt wurde. Anders als in Tokyo können die Leute auf dem Land nämlich wirklich so gut wie gar kein Englisch. Auf der Busfahrt bin ich aber dann ziemlich verzweifelt, weil dort alles nur in Kanji stand und ich keine Ahnung hatte, wann die richtige Haltestelle kommt. Außerdem war die Busfahrt so extrem lang, ich dachte da müsste was faul sein. Ich habe also einen Schüler angesprochen und total vollgejammert. Der arme tut mir im Nachhinein extrem Leid. Er konnte nämlich gaaar kein Englisch und hat versucht mir irgendwas mitzuteilen. Ich habe natürlich nichts verstanden. Letztendlich habe ich es aber doch noch nach Shiogawa geschafft. Weil ich aber so fertig mit den Nerven war, hat der Schüler für mich die Farm angerufen (mein Handy hatte in den Bergen kein Netz) und den Leuten gesagt, dass sie mich abholen sollen. Sonst hätte ich nämlich noch weiter fahren müssen. Also der Schüler war echt so nett und hat mir so ungefähr mein Leben gerettet. Sonst wäre ich nämlich vollkommen verzweifelt. Mein Hostvater hat mich dann also abgeholt, zusammen mit einem anderen deutschen Wwoofer, der auch gerade zufällig auf der Farm war (Grüß dich, Timo!^^)
Auf der Farm leben der Hostvater (den Namen habe ich nie rausgefunden, habe ihn immer nur otoosan = Vater genannt) und Chiharu-san (eine Frau). Ihre Beziehung zueinander habe ich nie richtig verstanden. Der Hostvater war schon älter und Chiharu-san Ende 30, aber er war nicht ihr Vater. Vielleicht Onkel? Ich werde es wohl nie herausfinden. Der Hostvater war auf jeden Fall seeeeeehr nett und hat immer für alle gekocht. Mit ihm habe ich am liebsten gearbeitet, weil er schön unkompliziert war. Chiharu-san dagegen ist die stressigste Person, die ich je getroffen habe. Immer am herumrennen und machen, nie hat sie sich mal eine Pause gegönnt. Mit ihr zu arbeiten war immer etwas anstrengend. Außerdem gab es noch einen Hund, Ryu-chan. Sie ist überhaupt nicht erzogen, bellt immer wenn sie spazieren gehen, essen oder einfach nur Aufmerksamkeit will. Sogar morgens hat sie immer gebellt, sodass man gar nicht die Möglichkeit hatte mal länger im Bett zu bleiben. Aber ich musste sowieso jeden Tag vor 6 Uhr aufstehen. Das ist mir sogar überraschend leicht gefallen, ich dachte ich würde mehr kämpfen müssen. Ryu-chan konnte auch noch nichtmal Stöcken oder sowas holen. Wenn man etwas geschmissen hat, dann ist sie immer nur hingelaufen, aber nicht mehr zurück... Das war sehr merkwürdig.
Meine Arbeit auf der Farm bestand hauptsächlich darin Hanamame ( eine Art Bohne) zu pflücken und zu öffnen, Mais zu pflücken, Zucchini zu pflücken oder Kartoffeln zu sortieren. Außerdem musste ich im Haushalt helfen, das heißt staubsaugen, abwaschen, Wäsche aufhängen, etc. Also ingesamt war die Arbeit vom körperlichen gesehen nicht sonderlich schwer und anstrengend. Aber sie war zum Teil sehr langweilig. Zum Glück war der andere deutsche Wwoofer da, dann konnten wir uns wenigstens unterhalten. Ich glaube aber auch, dass ich eine gute Zeit erwischt habe, weil ich öfters freie Tage hatte.
Das japanische Essen hat mir größtenteils auch gut geschmeckt. Leider waren in manchen Gerichten Pilze drinnen. Es gab einmal so weiße, kleine Pilze, die habe ich sogar gegessen (Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe sie gegessen!!!), weil ich nichts sagen wollte. Die anderen braunen Pilze habe ich aber unauffällig raussortiert, bzw. nicht gegessen. Ich muss sagen, durch diese 2 Wochen bin ich zum totalen Reis, Tofu und Kürbis-Fan avanciert. Und es ist gar nicht so schlimm morgens schon Reis zu essen! Ich habe übrigens auch Natto probiert - das angeblich schlimmste japanische Essen, was man einem Ausländer vorsetzen kann. Ich fand es letztendlich aber nicht sooo eklig, habs mir schlimmer vorgestellt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es nie roh probiert habe, sondern immer nur mit Soße vermischt. Immer hätte ich Natto aber auch nicht essen können. Zwischen der Arbeit gab es dann immer mal wieder Pausen mit Snacks. Dort habe ich eine japanische Süßigkeit lieben gelernt: Gebäckstückchen mit Karamell überzogen. Passt besonders gut zu Kaffee. Ich muss mir unbedingt davon was nach Deutschland mitnehmen, wenn ich heimkomm!
Ich könnte noch sooo viel über die Zeit auf der Farm schreiben, aber dann würde der Eintrag ewig lang werden. Deshalb höre ich hier auch einfach für heute auf. Vielleicht schreibe ich ja nochmal später was dazu. Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Zeit auf der Farm sehr interessant fand und dass es sich gelohnt hat dort hin zu fahren.
Dienstag, 22. September 2009
Ueno, Akihabara, Koukyo
Hallo!
So, ich bins wieder. Gestern war ich im Ueno- und Akihabara Viertel, heute bei Koukyo, also dem Kaiserpalast und nochmal in Akihabara.
Ich bin also erst zum Ueno-Park gelaufen, da ist sehr schön. Aber ich mag Parks auch sehr gerne. Ich hab mir lauter Schreine usw. angeschaut, war aber in keinem Museum (es war doch so schönes Wetter!). Heute hatte ich mal einen Minirock an und lockige Haare. Da haben die Japaner vielleicht geschaut. Tja so ne Lockenmähne sehen die wahrscheinlich nicht so oft. Im Ueno Park ist auch ein Sportplatz und da haben kleine japanische Jungs Yakuu (japanischer Baseball) gespielt. Seehr süß ^__^ Als ich dann ein Foto von mir machen wollte, ist ein älterer japanischer Herr zu mir gekommen und hat sich angeboten mich zu fotografieren. Ich bin echt überrascht, wie offen die Japaner sind, ganz im Gegenteil zu dem, was immer erzählt wird. Und ich wurde wieder von 2 Japanerinnen angesprochen, die mich für ihre Kirche missionieren wollten. Diesmal aber die Zeugen Jehovas. In Deutschland wurde ich nie von den Zeugen Jehovas angesprochen, aber ausgerechnet in Japan passierts dann oÔ
Danach war ich noch shoppen in Ueno, da gibts nämlich einen Markt und die Sachen sind meistens günstiger als in Shibuya und co. Ich habe mir eine total süße Tasche und Geldbörse im Panda-Look gekauft. Kawaii desu ne. Klamotten habe ich leider nicht gefunden. Die waren meistens doch noch zu teuer. Nur in einem Laden wars günstig und ich hab auch was hübsches gefunden. Leider war mir die Onesize (!!) Größe zu klein. Den Laden haben komischerweise aber nur alte Frauen besucht *haha*
Akihabara ist das Viertel, wo man alle möglichen Elektro-Geräte bekommt und auch viele Manga und Anime Geschäfte sind. Da bin ich mal wieder einfach nur durch die Straßen gelaufen und habe in die Geschäfte reingeguckt. Da gabs zwar Fanartikel von diversen Anime und Manga Serien, aber leider nicht wirklich von denen, die ich gesucht habe. Allgemein habe ich gar nicht so viele Fanartikel gefunden, in den Geschäften gabs hauptsächlich Comics und DVDs zu kaufen (die ich natürlich nicht verstehe). Dann gabs noch nen Laden, wo man allen möglichen Kram kaufen konnte. Angefangen mit Fetisch-Cosplay bis zu sehr merkwürdigen Masken und Hüten (es gab einen Onigiri Hut xD). Onigiris finde ich übrigens sehr lecker *sabber* Daifuku aber gar nicht (was hast du mir da empfohlen Lucia?). Ich habe auch einige Maids auf den Straßen gesehen, die für die Maid-Cafés geworben haben. Ich habe mich aber in keins reingetraut... Vielleicht ein ander mal. Dann war ich noch im Tokyo Anime Center. Es hat erstmal ewig gedauert, bis ich es gefunden habe, obwohl ich bestimmt 4 mal daran vorbei gelaufen bin. Wer kann auch schon ahnen, dass es genau in diesem Gebäude steckt^^ Da wurde grad irgendeine Synchronsprecherin interviewt. Sonst war das Center nicht wirklich interessant :/
Der Park beim Kaiserpalast war sehr nett. Ich bin da halt rumgelaufen und habe mich auf einer Wiese gesonnt. Mich hat auch mal wieder ein Mann angesprochen. Der konnte kaum englisch, wir haben aber trotzdem versucht uns zu verständigen. Keine Ahnung wieso der genau auf mich zu kam, es gab tausen andere Touristen im Park, aber egal. Jedenfalls hat er davon erzählt, wo er überall schon war (Indien, Türkei, Südamerika, etc.) und mich hat er gefragt, wo ich in Japan noch hin will. Er war übrigens auch sehr nett und hat mich zum Tokyo International Forum geführt. Achja, was mir noch aufgefallen ist, ist dass viele Touristen (aus allen Ländern, auch Japaner) genau das fotografieren, was man selbst fotografiert hat. Ich stand zum Beispiel auf ner Brücke, habe ein schönes Motiv für ein Foto gesehen und habe dann den perfekten Platz zum fotografieren gefunden. Kaum war ich weg, kam jemand der mir dabei zugesehen hat und stellt sich auf exakt die gleiche Stelle xD Merkwürdige Welt...
Und weil das so ein toller Abschluss ist, sag ich mal wieder tschüß für heute ;)
Liebe Grüße,
Valerie
So, ich bins wieder. Gestern war ich im Ueno- und Akihabara Viertel, heute bei Koukyo, also dem Kaiserpalast und nochmal in Akihabara.
Ich bin also erst zum Ueno-Park gelaufen, da ist sehr schön. Aber ich mag Parks auch sehr gerne. Ich hab mir lauter Schreine usw. angeschaut, war aber in keinem Museum (es war doch so schönes Wetter!). Heute hatte ich mal einen Minirock an und lockige Haare. Da haben die Japaner vielleicht geschaut. Tja so ne Lockenmähne sehen die wahrscheinlich nicht so oft. Im Ueno Park ist auch ein Sportplatz und da haben kleine japanische Jungs Yakuu (japanischer Baseball) gespielt. Seehr süß ^__^ Als ich dann ein Foto von mir machen wollte, ist ein älterer japanischer Herr zu mir gekommen und hat sich angeboten mich zu fotografieren. Ich bin echt überrascht, wie offen die Japaner sind, ganz im Gegenteil zu dem, was immer erzählt wird. Und ich wurde wieder von 2 Japanerinnen angesprochen, die mich für ihre Kirche missionieren wollten. Diesmal aber die Zeugen Jehovas. In Deutschland wurde ich nie von den Zeugen Jehovas angesprochen, aber ausgerechnet in Japan passierts dann oÔ
Danach war ich noch shoppen in Ueno, da gibts nämlich einen Markt und die Sachen sind meistens günstiger als in Shibuya und co. Ich habe mir eine total süße Tasche und Geldbörse im Panda-Look gekauft. Kawaii desu ne. Klamotten habe ich leider nicht gefunden. Die waren meistens doch noch zu teuer. Nur in einem Laden wars günstig und ich hab auch was hübsches gefunden. Leider war mir die Onesize (!!) Größe zu klein. Den Laden haben komischerweise aber nur alte Frauen besucht *haha*
Akihabara ist das Viertel, wo man alle möglichen Elektro-Geräte bekommt und auch viele Manga und Anime Geschäfte sind. Da bin ich mal wieder einfach nur durch die Straßen gelaufen und habe in die Geschäfte reingeguckt. Da gabs zwar Fanartikel von diversen Anime und Manga Serien, aber leider nicht wirklich von denen, die ich gesucht habe. Allgemein habe ich gar nicht so viele Fanartikel gefunden, in den Geschäften gabs hauptsächlich Comics und DVDs zu kaufen (die ich natürlich nicht verstehe). Dann gabs noch nen Laden, wo man allen möglichen Kram kaufen konnte. Angefangen mit Fetisch-Cosplay bis zu sehr merkwürdigen Masken und Hüten (es gab einen Onigiri Hut xD). Onigiris finde ich übrigens sehr lecker *sabber* Daifuku aber gar nicht (was hast du mir da empfohlen Lucia?). Ich habe auch einige Maids auf den Straßen gesehen, die für die Maid-Cafés geworben haben. Ich habe mich aber in keins reingetraut... Vielleicht ein ander mal. Dann war ich noch im Tokyo Anime Center. Es hat erstmal ewig gedauert, bis ich es gefunden habe, obwohl ich bestimmt 4 mal daran vorbei gelaufen bin. Wer kann auch schon ahnen, dass es genau in diesem Gebäude steckt^^ Da wurde grad irgendeine Synchronsprecherin interviewt. Sonst war das Center nicht wirklich interessant :/
Der Park beim Kaiserpalast war sehr nett. Ich bin da halt rumgelaufen und habe mich auf einer Wiese gesonnt. Mich hat auch mal wieder ein Mann angesprochen. Der konnte kaum englisch, wir haben aber trotzdem versucht uns zu verständigen. Keine Ahnung wieso der genau auf mich zu kam, es gab tausen andere Touristen im Park, aber egal. Jedenfalls hat er davon erzählt, wo er überall schon war (Indien, Türkei, Südamerika, etc.) und mich hat er gefragt, wo ich in Japan noch hin will. Er war übrigens auch sehr nett und hat mich zum Tokyo International Forum geführt. Achja, was mir noch aufgefallen ist, ist dass viele Touristen (aus allen Ländern, auch Japaner) genau das fotografieren, was man selbst fotografiert hat. Ich stand zum Beispiel auf ner Brücke, habe ein schönes Motiv für ein Foto gesehen und habe dann den perfekten Platz zum fotografieren gefunden. Kaum war ich weg, kam jemand der mir dabei zugesehen hat und stellt sich auf exakt die gleiche Stelle xD Merkwürdige Welt...
Und weil das so ein toller Abschluss ist, sag ich mal wieder tschüß für heute ;)
Liebe Grüße,
Valerie
Montag, 21. September 2009
Bilder und Shibuya, Harajuku und Shinjuku
Ich übermüdet am Ankunftstag vor einem kleinen Bach im Asakusa Viertel. Verzeiht meinen dummen Blick xD
Beispiel für die beleuchteten Wege im Asakusa Viertel.
Shibuya, Harajuku und Shinjuku
Samstag und Sonntag war ich in den 3 oben genannten Vierteln. Shibuya und Harajuku sind bekannt als Shopping und Fashion Viertel für Jugendliche. Da laufen ne Menge bunt und auffallend gekleidete Leute rum, sowas sieht man in Deutschland echt sehr selten. Ich in T-Shirt und Jeans komme mir in Japan eigentlich echt immer total underdressed vor. Fast jede junge Japanerin trägt Schuhe mit Absätzen und Miniröcke oder Kleider. Außerdem sind sie oft so doll geschminkt, dass ihr Gesicht wie aus Plastik aussieht. Also alle total aufgestylt.
In Shibuya bin ich auch über die berühmte Kreuzung gegangen, wo immer tausende von Leuten
Ich bin ins "Shibuya 109" gegangen, das ist ein riesen Kaufhaus mit tausenden von Kleidungsgeschäften. Da gabs sehr crazy Sachen zu kaufen, aber auch sehr schöne. Leider sind die alle sehr teuer. Ich zahl doch nicht 50€ für einen Minirock... Im Geschäft hat mich auch eine Verkäuferin angesprochen auf Japanisch - ich habe natürlich nix verstanden und sie nur dumm angegrinst. Außerdem gabs einen Laden, der heißt "Über Tashe" und einen anderen, der heißt "Titty". Der Rest waren eigentlich fast alle französische Namen, da stehen die Japaner drauf.
Als ich in Shibuya grad mal auf den Stadtplan geguckt habe, hat mich ein Japaner angesprochen, ob er mir helfen kann. Ich war sehr überrascht, weil ich nicht erwartet habe, dass mich jemand freiwillig auf englisch anspricht. Katsunori, so heißt er, hat mich dann zu den bekanntesten
Als ich Sonntag in Harajuku war, hab ich leider keine Cosplayer gesehen, ob wohl sie sich da eigentlich treffen sollten. Ich bin auch erstmal ewig rumgelaufen um den richtigen Platz zu finden -.-. Dafür habe ich aber über den Tag verteilt überall vereinzelt Lolitas gesehen. Habe aber keine fotografiert, weil die alle grade irgendwo hingegangen sind (entweder in die Metro oder grad über die riesen Kreuzung).
Naja weil ich halt keine Cosplayer gesehen habe, bin ich in den Yoyogi Park gegangen. Und da habe ich auch was sehr lustiges gesehen xD Nämlich Rock'n'Roll - Japaner, die im Park Musik
Nach Shinjuku bin ich dann abends hingegangen. Da gabs an der Metrostation wieder ein
Das zurückkommen zum Hostel hat sich dann als etwas schwierig hergestellt, weil ich umsteigen musste. Die Japaner waren aber alle sehr freundlich und total hilfsbereit. Niemand ist irgendwie verängstlicht weitergelaufen, als ich sie angesprochen habe und alle haben sich voll die Mühe gegeben. An der Kanda Station ( wo ich umsteigen musste) stand dann so ein dicker Typ im Pikachu Kostüm vorm Eingang. Das war seeehr strange. Und dann hat noch ein anderer dicker Typ irgendwas zu mir gesagt und hat komisch geguckt, ich bin aber einfach schnell weitergelaufen. Ich war dann schon etwas froh wieder im Hostel zu sein.
So, meine Erlebnisse von heute (Montag) kommen dann wahrscheinlich morgen hier rein.
Liebe Grüße,
Valerie
Freitag, 18. September 2009
Angekommen in Tokio!
Konnichiwa minna-san!
Ich habe es tatsächlich geschafft und bin heile in Tokyo angekommen =)
Gestern morgen hatte ich noch viel die Panik, ob das alles klappen wird und hob ich hier alleine zurecht komme. Aber mittlerweile bin ich froh, hier zu sein und bis jetzt ist alles gut gelaufen.
Die Flüge waren ganz gut, obwohl der erste Flug nach Amsterdam sich verspätet hat. Aber zum Glück hatte ich noch genügend Zeit um den zweiten Flug nach Tokyo zu kriegen. Ich habe schon am Gate wartend Japanerinnen und auch Japaner(!) gesehen, die kleiner waren als ich xD Also von der Größe fühl ich mich echt wohl hier^^
Das Flugzeugessen war überraschenderweise auch recht gut, normalerweise hasse ich ja das Essen da. Und ich bin das erste Mal in nem Flugzeug geflogen, wo jeder seinen eigenen Bildschirm hat. Es gab sooo viele Filme, TV-Serien und Musik zum auswählen, dass war toll :D Aber leider konnte ich mir nicht wirklich viel anschauen (1 Folge Scrubs und Simpsons), weil ich die Zeit lieber zum schlafen nutzen wollte (Jetlag verhindern und so...).
Als ich dann angekommen bin, bin ich erstmal auf Toilette gegangen. Und die Toiletten sind wirklich so voller Schnickschnack. Man konnte z.B. ein Klospülunggeräusch anstellen, sodass niemand hört, wie man sein Geschäft verrichtet oO Außerdem sind die Klobrillen gewärmt (mag ich nicht wirklich). Der Flughafen war überraschenderweise ziemlich leer, ich habe erwartet, dass da viel mehr los ist. Die Japaner haben mich zum Glück durch alles durchgelassen und ich konnte ohne Probleme raus aus dem Flughafen. Den Zug richtung meines Hostels habe ich auch gut gefunden (die Japaner an den Schaltern konnten zum Glück englisch) . Ich hab am Bahnsteig sogar japanisch gesprochen ("Sumimasen, Keisei-line desu ka?" *auf Bahnsteig deut*) und wurde verstanden *muhahaha* Was mir übrigens im Zug aufgefallen ist, dass Japan den typischen leicht modrigen Geruch hat von Ländern mit feuchten Sommern. Berührungsprobleme mit mir als gaijin (Ausländer) hatten die Leute auch nicht. Im Zug wurde sich auf jeden Platz hingesetzt, der frei war, auch direkt neben mir. Aber was mir aufgefallen ist: Alle Frauen, die allein gefahren sind, saßen gleich und zwar mit Tasche auf den Beinen und gesenktem Kopf, sodass die Haare voll im Gesicht hängen oO Aber ich hab ja schon gelesen, dass die Japaner im Zug möglichst niemanden anschauen, weil das unhöflich ist.
Als ich letztendlich alles im Hostel untergebracht habe, bin ich dann nochmal mich im Asakusa-Viertel umgucken gegangen. Da gabs tolle Schreine und Tore, die habe ich auch fotografiert (Fotos werden irgendwann hochgeladen). Und die Wege waren mit so Papier-Lampen (kA wie man die nennt) beleuchtet, das sah voll toll abend aus. Dann gabs da noch ne lange Einkaufsstraße, mit ganz vielen Ständen die Kimonos, Glücksbringer, Fächer, Anhänger, Taschen usw. verkauft haben. Da hätte ich am liebsten schon total viel eingekauft (habs mir aber verkniffen, ist ja erst der 1.Tag und bestimmt finde ich noch tollere Sachen). Dann wurds aber schon ziemlich dunkel und ich bin wieder ins Hostel zurückgekehrt.
Man bin ich jetzt fertig vom ganzen Tag... Daher werde ich auch bald schlafen gehen.
Also, ja mata! Bis zum nächsten Eintrag.
Liebe Grüße,
Valerie
Ich habe es tatsächlich geschafft und bin heile in Tokyo angekommen =)
Gestern morgen hatte ich noch viel die Panik, ob das alles klappen wird und hob ich hier alleine zurecht komme. Aber mittlerweile bin ich froh, hier zu sein und bis jetzt ist alles gut gelaufen.
Die Flüge waren ganz gut, obwohl der erste Flug nach Amsterdam sich verspätet hat. Aber zum Glück hatte ich noch genügend Zeit um den zweiten Flug nach Tokyo zu kriegen. Ich habe schon am Gate wartend Japanerinnen und auch Japaner(!) gesehen, die kleiner waren als ich xD Also von der Größe fühl ich mich echt wohl hier^^
Das Flugzeugessen war überraschenderweise auch recht gut, normalerweise hasse ich ja das Essen da. Und ich bin das erste Mal in nem Flugzeug geflogen, wo jeder seinen eigenen Bildschirm hat. Es gab sooo viele Filme, TV-Serien und Musik zum auswählen, dass war toll :D Aber leider konnte ich mir nicht wirklich viel anschauen (1 Folge Scrubs und Simpsons), weil ich die Zeit lieber zum schlafen nutzen wollte (Jetlag verhindern und so...).
Als ich dann angekommen bin, bin ich erstmal auf Toilette gegangen. Und die Toiletten sind wirklich so voller Schnickschnack. Man konnte z.B. ein Klospülunggeräusch anstellen, sodass niemand hört, wie man sein Geschäft verrichtet oO Außerdem sind die Klobrillen gewärmt (mag ich nicht wirklich). Der Flughafen war überraschenderweise ziemlich leer, ich habe erwartet, dass da viel mehr los ist. Die Japaner haben mich zum Glück durch alles durchgelassen und ich konnte ohne Probleme raus aus dem Flughafen. Den Zug richtung meines Hostels habe ich auch gut gefunden (die Japaner an den Schaltern konnten zum Glück englisch) . Ich hab am Bahnsteig sogar japanisch gesprochen ("Sumimasen, Keisei-line desu ka?" *auf Bahnsteig deut*) und wurde verstanden *muhahaha* Was mir übrigens im Zug aufgefallen ist, dass Japan den typischen leicht modrigen Geruch hat von Ländern mit feuchten Sommern. Berührungsprobleme mit mir als gaijin (Ausländer) hatten die Leute auch nicht. Im Zug wurde sich auf jeden Platz hingesetzt, der frei war, auch direkt neben mir. Aber was mir aufgefallen ist: Alle Frauen, die allein gefahren sind, saßen gleich und zwar mit Tasche auf den Beinen und gesenktem Kopf, sodass die Haare voll im Gesicht hängen oO Aber ich hab ja schon gelesen, dass die Japaner im Zug möglichst niemanden anschauen, weil das unhöflich ist.
Als ich letztendlich alles im Hostel untergebracht habe, bin ich dann nochmal mich im Asakusa-Viertel umgucken gegangen. Da gabs tolle Schreine und Tore, die habe ich auch fotografiert (Fotos werden irgendwann hochgeladen). Und die Wege waren mit so Papier-Lampen (kA wie man die nennt) beleuchtet, das sah voll toll abend aus. Dann gabs da noch ne lange Einkaufsstraße, mit ganz vielen Ständen die Kimonos, Glücksbringer, Fächer, Anhänger, Taschen usw. verkauft haben. Da hätte ich am liebsten schon total viel eingekauft (habs mir aber verkniffen, ist ja erst der 1.Tag und bestimmt finde ich noch tollere Sachen). Dann wurds aber schon ziemlich dunkel und ich bin wieder ins Hostel zurückgekehrt.
Man bin ich jetzt fertig vom ganzen Tag... Daher werde ich auch bald schlafen gehen.
Also, ja mata! Bis zum nächsten Eintrag.
Liebe Grüße,
Valerie
Samstag, 12. September 2009
Start des Blogs, Fakten zu meiner Reise
Hey Leute!
Mit diesem Post starte ich meinen Blog über meine Reise nach Japan und Südkorea vom 17.09.2009 - 05.05.2010. Hier werde ich meine Erlebnisse während der Reise reinschreiben und zum Teil auch Fotos reinstellen.
Aber erstmal die Ausgangssituation:
Viele haben mich gefragt: Warum willst du ausgerechnet nach Japan?
Tja... Meine Antwort ist, dass ich mich nunmal für Japan interessiere, ich will die Sprache lernen und außerdem ist es mal was anderes, als die üblichen Backpacking-Länder wie z.B. Australien.
Ich wollte schon soo lange mal nach Japan und jetzt habe ich mir die Traum erfüllt. Und wieso dann noch Korea? Ganz einfach, ich dachte mir, dass 7 1/2 Monate nur Japan vielleicht etwas langweilig werden könnte. Da ist Südkorea eine kleine Abwechslung. Außerdem finde ich auch die koreanische Sprache total genial, auch wenn sie nie gelernt habe.
Durch Erzählungen von einigen Personen, die schon einmal in Japan waren, bin ich (hoffentlich) schon etwas vorbereitet auf das Leben in Japan. Mir wurde eigentlich von jedem erzählt, dass die Japaner ein seehr merkwürdiges Volk sind und die kulturellen Unterschiede zu Deutschland schon ziemlich zu spüren sind. Und genau das ist es auch, was mich in Japan fasziniert.
So, nun zu den Fakten meiner Reise:
- Mein Flug geht am 17.September 2009 um 10:50 los. Ich werde über Amsterdam nach Tokyo fliegen und komme ein Tag später, am 18.September, dort an.
- Erstmal werde ich 1 Woche in Tokyo bleiben, dann geht es in den Süden zu einer Farm, in der ich für 2 Wochen arbeiten werde.
- Ab dann wird spontan entschieden wo ich weiter reisen werde. Die ganze Zeit werde ich, wie schon oben angedeutet, nur mit einem Rucksack reisen.
- Im Dezember gehts dann rüber nach Südkorea. Dort werde ich ca. 2 Monate bleiben, je nach meinem Belieben.
- Mein Rückflug geht am 05.Mai 2010 von Tokyo, wieder über Amsterdam nach Frankfurt. Ich komme dann um 22:05 an.
Erreichen könnt ihr mich auf meiner Reise übrigens über meine normale E-Mail Adresse, über die verschiedenen Communities (schuelervz, wkw, facebook,...) oder indem ihr hier unter die Posts ein Kommentar schreibt.
Ich hoffe ich kann diesen Blog zukünftig mit vielen lustigen Geschichten füllen und wünsche euch viel Spaß beim mitlesen!
Liebe Grüße,
Valerie
Mit diesem Post starte ich meinen Blog über meine Reise nach Japan und Südkorea vom 17.09.2009 - 05.05.2010. Hier werde ich meine Erlebnisse während der Reise reinschreiben und zum Teil auch Fotos reinstellen.
Aber erstmal die Ausgangssituation:
Viele haben mich gefragt: Warum willst du ausgerechnet nach Japan?
Tja... Meine Antwort ist, dass ich mich nunmal für Japan interessiere, ich will die Sprache lernen und außerdem ist es mal was anderes, als die üblichen Backpacking-Länder wie z.B. Australien.
Ich wollte schon soo lange mal nach Japan und jetzt habe ich mir die Traum erfüllt. Und wieso dann noch Korea? Ganz einfach, ich dachte mir, dass 7 1/2 Monate nur Japan vielleicht etwas langweilig werden könnte. Da ist Südkorea eine kleine Abwechslung. Außerdem finde ich auch die koreanische Sprache total genial, auch wenn sie nie gelernt habe.
Durch Erzählungen von einigen Personen, die schon einmal in Japan waren, bin ich (hoffentlich) schon etwas vorbereitet auf das Leben in Japan. Mir wurde eigentlich von jedem erzählt, dass die Japaner ein seehr merkwürdiges Volk sind und die kulturellen Unterschiede zu Deutschland schon ziemlich zu spüren sind. Und genau das ist es auch, was mich in Japan fasziniert.
So, nun zu den Fakten meiner Reise:
- Mein Flug geht am 17.September 2009 um 10:50 los. Ich werde über Amsterdam nach Tokyo fliegen und komme ein Tag später, am 18.September, dort an.
- Erstmal werde ich 1 Woche in Tokyo bleiben, dann geht es in den Süden zu einer Farm, in der ich für 2 Wochen arbeiten werde.
- Ab dann wird spontan entschieden wo ich weiter reisen werde. Die ganze Zeit werde ich, wie schon oben angedeutet, nur mit einem Rucksack reisen.
- Im Dezember gehts dann rüber nach Südkorea. Dort werde ich ca. 2 Monate bleiben, je nach meinem Belieben.
- Mein Rückflug geht am 05.Mai 2010 von Tokyo, wieder über Amsterdam nach Frankfurt. Ich komme dann um 22:05 an.
Erreichen könnt ihr mich auf meiner Reise übrigens über meine normale E-Mail Adresse, über die verschiedenen Communities (schuelervz, wkw, facebook,...) oder indem ihr hier unter die Posts ein Kommentar schreibt.
Ich hoffe ich kann diesen Blog zukünftig mit vielen lustigen Geschichten füllen und wünsche euch viel Spaß beim mitlesen!
Liebe Grüße,
Valerie
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