Heyho!
Ich bin grade ziemlich schlecht drauf, weil mir heute Reis geklaut wurde -.- Ich habe schön mein Essenszeug in die Küche vom Hostel gepackt und auch beschriftet und habe mich dann ins Wohnzimmer gesetzt, um im Internet zu surfen. Als ich mir dann mein Abendessen zubereiten wollte, habe ich gesehen dass mich jemand netterweise um meine beiden Reispackungen erleichtert hat. Ich saß grade nebenan im Wohnzimmer und jemand klaut meinen Reis! Wie dreist ist das denn? Bis eben war mir echt fast zum Heulen zumute. Das mag vielleicht lächerlich klingen, aber der Reis kostet halt auch was. Und ich habe sowieso festgestellt, dass ich früher oder später ziemliche Geldprobleme haben werde, weil Japan so verdammt teuer ist... Oh Gott, wie viel Geld ich in den Tagen, die ich in Japan bin, schon ausgegeben habe. Daran möchte ich eigentlich gar nicht denken.
Um Geld zu sparen werde ich morgen zwar für 3 Wochen auf eine Farm in der Nähe von Osaka gehen, aber ich habe mein Monatsgeld fast schon in einer Woche ausgegeben. Und es ist ja nicht so, dass ich mir bisher sonderlich viel Luxus geleistet habe. In Südkorea werden die Hostels dann zwar günstiger sein, aber dafür kann ich dort nicht wwoofen, das heißt das Geld wird dort genauso knapp sein. Juhu! -.-
Nun gut, jetzt aber zu erfreulicheren Themen: Kyoto und Bilder.
Ich habe ein paar Bilder bei Facebook hochgeladen, weil das praktischer ist. Wer sich sie ansehen will, der folge diesem Link: KLICK (Ich hoffe auch Leute, die nicht auf Facebook angemeldet sind, können sich die Bilder anschauen. Wenn nicht sagt Bescheid.)
Ich bin in Kyoto ja schon um 5 Uhr morgens angekommen, da hatte der Bahnhof noch nichtmal aufgemacht. Um ca. 6 Uhr begannen sie langsam ein paar Teile des Bahnhofs zu öffnen und ich konnte mich etwas umschauen. Ich habe dann gewartet, bis das Tourist Information Center aufgemacht hat (8:30). Das heißt ich bin 3 1/2 Stunden am herumgelungert. Dann bin ich ab ins Hostel und habe eingecheckt und Gepäck abgestellt. Danach gings los die Umgebung erkunden, das heißt im Grunde durch die Straßen wandern und Tempel anschauen. Als ich dann endlich etwas essen wollte, bin ich zurück zur Kyoto Station. Das Gebäude ist echt groß und man kann hoch auch eine Plattform um Kyoto von oben anzuschauen. Die Restaurants waren aber natürlich alle überteuert. Eine miniminimini Pizza hat 1500 Yen gekostet (ca. 12€). Letztlich habe ich doch noch einen akzeptablen Laden gefunden und Ramen (die Nudeln! ;) ) gegessen. Abends habe ich im Hostel auf dem Zimmer eine andere Deutsche kennengelernt. Mit ihr bin ich dann ins Gion-Viertel gelaufen, wo Geishas und Maikos rumlaufen sollte. Und das war wirklich der Fall! Einzelne Geishas habe ich gesehen, aber ich habe mich nicht getraut sie zu fotografieren xD Sie waren aber schön anzusehen.
Am zweiten Tag habe ich mich dann mit der anderen Deutschen den Fushimin Inari-Taisha Schrein angesehen. Dort führt ein laaanger Weg hoch auf die Spitze des Berges, gesäumt von seeeeeeeehr vielen roten Toren. Und ich bin tatsächlich hochgewandert! Leider war der Weg sehr überfüllt, es gab tausende von Touristen. Je höher wir gingen, desto weniger wurden es jedoch. Danach wollten wir dann den Matsunoo Schrein und den Affenberg besuchen. Den Matsunoo Schrein haben wir uns tatsächlich noch angesehen, danach waren wir aber so fertig vom rumlaufen, dass wir nicht mehr zum Affenberg gegangen sind. Dann haben wir uns auf die Suche nach der nächsten Bushaltestelle gemacht, an der wir mit dem Bus-Tagesticket fahren konnten und nichts extra draufzahlen mussten. Mensch, das war ein Akt! Vor allem sind wir dann in den falschen Bus eingestiegen und mussten doch noch 220 Yen zahlen. Ich war echt wieder im Hostel zu sein nach dem langen Tag.
Für den dritten Tag habe ich mir dann eine Menge vorgenommen - natürlich habe ich nicht alles geschafft. Ich bin also zum Silbernen Pavillon, habe den angeschaut und bin dann den Philosophen Weg entlangegelaufen. Ich muss sagen, den nicht so gut besuchten und kleinen Honen-in Tempel fand ich schöner als die touristenüberfüllten anderen Tempel und Schreine. Schließlich bin ich noch zum Nanzenji Tempel (eine ziemliche große Anlage, dabei war ich schon so fertig vom Laufen) und habe mich dann zum Heian Jingu Schrein aufgemacht (mit dem riesigen roten Tor ein paar Meter vorher). Danach habe ich beschlossen noch zum Kyoto Imperial Park zu laufen. Wieso verdammt nochmal bin ich eigentlich alles gelaufen? Ich hatte doch eine Tagesfahrkarte für den Bus gekauft. Manchmal verstehe ich michz selbst nicht.... Weil ich schon sooo kaputt vom Laufen war, habe ich mir den Park nur sehr kurz angeschaut. Danach ging es wieder zurück ins Hostel ausruhen. Weil ich aber nicht den Abend herumgammeln wollte, habe ich mich nochmal aufgemacht um die Einkaufsstraßen Kyotos zu erkunden. Da gabs wirklich ein paar tolle Geschäfte, aber ich habe mir mal wieder nichts gekauft. Ich hatte gerade den Gedanken, dass es so toll in Japan ist, weil man Abends herumlaufen kann, ohne dumm angesprochen zu werden, als ein älterer Japaner mich zu Kaffee und Kuchen einladen wollte. Er konnte gar kein Englisch und ich habe so getan, als würde ich gar kein Japanisch können, aber er hat nicht aufgegeben. Auch mein "Go away!" konnter oder wollte er nicht verstehen. Schließlich habe ich dann einfach die Straßenseite gewechselt und er ist endlich verschwunden. Zum Glück waren viele Passanten unterwegs, wäre er nämlich nicht gegangen, hätte ich einfach eine Touristengruppe angesprochen.
Heute bin ich zum Kinkakuji Tempel, dem Goldenen Pavillon, gefahren. Der war auch total überfüllt mit Touristen und Schulkindern. Wären nicht so viele Leute da, wäre die Anlage wahrscheinlich viel schöner gewesen. Also bin ich auch nicht sehr lange da geblieben, sondern bin weiter zum Daitokuji Tempel, Kamigamo Schrein und Shimogamo Schrein. Die waren alle ganz nett, aber ich habe mich ehrlich gesagt schon etwas an Schreinen und Tempeln sattgesehen. Später werde ich die meisten Tempel auf meinen Fotos sowieso nicht mehr zuordnen können. Bei letzterem Schrein hat mich eine Gruppe von japanischen Schülerinen angesprochen. Ich glaube die sollten für die Schule Ausländern Fragen stellen, wie z.B. wie lange ich schon in Japan bin, was ich hier machen will, welches japanische Essen ich mag und nicht mag etc. Am Ende haben sie dann noch mit mir zusammen ein Foto gemacht. Ich wurde das erste Mal Valerie-chan genannt ;D Also die Schülerinnen waren echt süß muss ich sagen. Den ganzen Tag über in ganz Kyoto habe ich aber schon Gruppen von Schülern gesehen, die Ausländern Fragen gestellt haben. Vielleicht war heute der Sprich-den Ausländer-an-Tag? Sogar Grundschüler mussten das machen, die standen an der Kyoto Station und haben Schilder hochgehalten. Zu denen bin ich aber nicht hin, weil ich denke, wenn die was von mir wollen, dann sollen die mich doch bitte direkt ansprechen (ja, ich weiß, die sind erst in der Grundschule, aber irgendwann müssen sie es sowieso lernen).
So, es waren schon ziemlich anstrengende Tage in Kyoto, getoppt von einem Reis-Klau -.- Mal gucken wie es dann morgen auf der Farm wird, ich hoffe ich bin dort nicht alleine.
Also, bis ein ander mal!
Liebe Grüße,
Valerie
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Armes Ding :/
AntwortenLöschenNimm also deinen Reis von jetzt an immer mit dir mit ... pass auf ihn auf, beschütze ihn!
ja, jetzt hab ich es endlich geschafft die letzen blogeinträge in ruhe zu lesen.
AntwortenLöschenschön schön, was du da so alles erlebst.
und vor allem wenn du von kyoto erzählst bekomm ich ein klein wenig fernweh^^
also, geniess die zeit und viel spass noch!
p.s: memo an dich: pass immer gut auf dein essen auf! essensdiebe gibt es überall;-)
Der Frag den Ausländertag
AntwortenLöschenxDDD
Klingt doch amüsant
Naja Kyoto scheint sehr schön zu sein
Neco