Freitag, 6. November 2009

Wwoofen in Sasayama Teil II

Hallo again!

Hier kommt der zweite Teil von meinen Erlebnissen in Sasayama:

Ich habe noch was gaaaanz tolles gemacht in dieser Stadt, nämlich konnte ich zu einer Kendo Probestunde gehen. Für die Unwissenden: Kendo ist ein japanischer Schwertkampfsport.
Dan, Timo, Tylor und ich sind also zu dieser Probestunde gegangen und ich muss sagen es war echt lustig, interessant und anstrengend. Als erstes gabs natürlich den typischen Aufwärmungskram, obwohl wir uns erst gedehnt und dann aufgewärmt haben. Das war etwas merkwürdig. Und der Lehrer hatte einen echt schockierten Blick drauf, als er gesehen hat, wie ungelenkt die Ausländer doch sind *g* Dann ging es mit den Basicsachen los, die waren schon schwer genug. Ich möchte gar nicht wissen, wie doof das für Profis aussah. Vor allem waren die Kinder, die mit uns trainiert haben, um Längen besser als wir. Die hätten uns wahrscheinlich alle locker fertig gemacht. Jedenfalls musste man bei jedem Schlag "Men!" schreien. Im Grunde ist das ja gar nicht lustig, dann sollten wir aber nach dem Schlag mit dem Bambusschwert hochgehoben am Gegner vorbeipreschen und dazu "Meeeeeeen!" schreien, da konnte ich nicht mehr an mir halten. Das sah einfach zu lächerlich aus und das Men! klang wie das blöken eines Schafs xD Das laute Loslachen konnte ich mir zum Glück noch grad so verkneifen, aber immer wenn ich dem Gegner ins Gesicht geblickt habe, musste ich zu sehr grinsen um noch kämpfen zu können. Insgesamt war der Kendounterricht schon eine tolle Erfahrung.

Ein paar Tage später hatte ich dann die Möglichkeit zu lernen, wie man sich selbst richtig einen Kimono anzieht. Es kam eine Lehrerin ins Haus und hat quasi eine Privatstunde für die Frauen gegeben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwierig es ist, sich ganz alleine den Kimono richtig anzuziehen... Man muss so viel anziehen, festbinden, umschlagen, das ist echt unglaublich. Ich weiß gar nicht, wie man alles festhalten und sich dann gleichzeitig eine Schnur um den Bauch binden soll, ohne dass alles verrutscht. Wir sind in der Stunde sogar gar nicht mehr zum Obi (dem obersten Gürtel) gekommen, weil wir erstmal üben sollten, den Rest richtig anzuziehen. Ich frage mich, wie die Frauen früher das jeden Tag anziehen konnten. Ohne Hilfe würde ich das nie im Leben schaffen. Die nächste Stunde wäre leider erst am 9.11, aber ich bin ja nicht mehr in Sasayama. Aber Midori-san hat mir in Kurzform gezeigt, wie man den Obi richtig bindet. Außerdem hat sie mir (aufgepasst!) 2 Kimono, eine Kimonojacke, einen Unterkimono und einen Obi geschenkt!!!!! Ist das nicht unglaublich? Ich konnte es echt nicht fassen, dass ich das alles gratis bekommen habe! So extrem cool =D Die Sachen sind zwar gebraucht, aber schon alleine dafür muss man normalerweise viel Zahlen. Ich habe jetzt ein Paket mit den ganzen Kimonos nach Hause geschickt, weil die echt schwer sind. Rumtragen könnte ich das alles nie im Leben. Ich muss sagen, dass ich zu diesem Host gegangen bin ist echt die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.

Am Tag vor meiner Abreise haben die anderen Wwoofer dann ein Lagerfeuer gemacht. Nur für mich! (Ok, das war gelogen. Es war Bonfire Night und irgendwie ist das in England ein Feiertag oder so. Ich habe es trotzdem als mein Abschiedgeschenk aufgefasst :P) Jedenfalls war das echt ein schöner Abschied. Ich muss sagen, das war echt ein cooler Haufen Leute und ich werde sie wohl auch ein bisschen vermissen. Ich hatte echt seeeehr viel Spaß auf der Farm. Aber naja, heute bin ich dann nach Osaka abgereist. Ich werde in Osaka wohl 3-4 Tage bleiben.
Also, der neue Eintrag wird dann wohl dann um die Zeit kommen.

Liebe Grüße,
Valerie

2 Kommentare:

  1. Hallo Valerie, ich freue mich, dass du so tolle Erlerbnisse hast und freue mich auch Dich einmal live im Kimono zu sehen. Viel Spaß in Osaka!!!
    Karin

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  2. So ein Glück, dass es die Post gibt :D

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