Montag, 28. Dezember 2009

Exkurs: Japanisch lernen

Hier doch noch was von mir vor Neujahr. Ich habe es bei dem letzten Wwoof Host geschrieben und habe es dann aber vergessen zu veröffentlichen. Also kommt es jetzt:

Die liebe Carry hat ja angefragt, ob ich euch nicht ein paar japanische Wörter beibringen könnte. Da ich gerade nichts anderes zu tun habe, schreibe ich nun ein paar Wörter und Sätze auf, die ich in Japan, besonders beim Wwoofen, ständig brauche. Auf Richtigkeit gebe ich keine Garantie.


Konnichiwa = Guten Morgen Das kennen wahrscheinlich schon die meisten Leute
Falls ihr jedoch mal morgens auf einen Japaner treffen solltet, dann sagt ihr Ohayou Gozaimasu = Guten Morgen.
Abends sagt ihr dann Konbanwa = Guten Abend.
Und kurz vorm Schlafengehen sagt ihr Oyasumi nasai = Gute Nacht.

Nun zu den üblichen Small Talk Sachen:
O-namae wa (nan desu ka)? = Wie heißt du/er/sie/es? Nan desu ka kann man weglassen oder aussprechen, die Japaner verstehen euch so oder so.
O-genki desu ka? = Wie geht es dir/ihm/ihr?
Hai, genki desu. = Mir geht es gut.
Nan sai desu ka? = Wie alt bist du/er/sie/es?
Ii o-tenki desu ne. =Schönes Wetter, nicht wahr?
So desu ne. = Es gibt keine richtige Übersetzung dafür, aber es heißt ungefähr so was wie “Ja, so ist das, nicht wahr?”. Man kann es eigentlich immer und überall benutzen. Besonders wenn dir ein Japaner etwas erzählt, dann sollte man das dauernd sagen, damit sie eine Bestätigung haben, dass du ihnen zuhörst.
Arigatou = Danke
Arigatou Gozaimasu = Dankeschön (also ein höflicheres Danke)
Doumou Arigatou Gozaimasu = Vielen herzlichen Dank
Kawaii = süß ( im Sinne von niedlich) Wird immer und für alles verwendet. Falls ihr euch jedoch als Monster verkleidet und kawaii hört, dann war das wahrscheinlich eher kowai, was Angst haben bedeutet.

Und jetzt ein paar hilfreiche Sätze, die man eigentlich immer gebrauchen kann:
Kore wa nan desu ka? = Was ist das?
Kore wa nihongo de nan desu ka? = Was heißt das auf Japanisch?
[insert] wa doko desu ka? = Wo ist [insert]? Wichtig wenn ihr euch verlaufen habt.
Sumimasen =Entschuldigung Wenn ihr jemanden auf der Straße ansprechen wollt, dann benutzt Sumimasen.
Gomen nasai = Entschuldigung Wenn ihr einen Fehler gemacht habt.
Kore wa ikura desu ka? = Wie viel kostet das?

Schließlich noch ein paar Wörter, die ich beim Wwoofen dauernd höre und gebrauche:
Hatake = Das Feld
Jagaimo = Die Kartoffel
Satsumaimo = Die Süßkartoffel
Mame = Die Bohne
Atsui = heiß
Samui = kalt
Amai = süß

Dienstag, 22. Dezember 2009

Malaysia, Kuala Lumpur

Hallo!

Hier mal wieder eine kurze Zwischenmeldung von mir aus Kuala Lumpur.
Ich wohne gerade im Appartment meines Onkels in der Nähe von KL und dort gibt es kein Internet. Wann der nächste richtige Blogeintrag kommt weiß ich nicht.
Ich wollte hiermit also nur sagen, dass ihr euch wahrscheinlich noch etwas gedulden müsst und dass es mir gut geht.
Ich war ja die ersten Tage in einem Hostel in KL, bevor mich mein Onkel aufnehmen konnte, und da hatte ich viel Spaß und habe mal wieder ne Menge Leute kennengelernt. Hauptsächlich Leute aus dem Norden (das heißt Deutsche, Holländer, Schweden und seeeehr viele Finnen). Mich hat echt überrascht, wie viele Finnen in KL sind. Ist ja jetzt nicht so das größte Volk überhaupt. Aber egal, ich habe mir jedenfalls ein paar schöne Tage gemacht und hauptsächlich relaxt. Also kein großes Sightseeing Programm. Dafür ist es auch zu warm^^
Und jetzt mache mir einen schönen Tag in der Shopping Mall, viele Grüße aus dem Starbucks.
Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr an alle meine Leser!

Liebe Grüße,
Valerie

Sonntag, 13. Dezember 2009

Süd Korea: Busan, Seoul

Annyeong Haseyo!

Ich bins mal wieder. Obwohl ich ja schon in Malaysia bin kommt jetzt erst mein Bericht über die wenigen Tage in Süd Korea.
Am 7.11. mittags bin ich mit der Fähre nach Südkorea gefahren. Dort waren auch schon einige Südkoreaner an Board und überall roch es nach Kimchi. Kimchi ist fermentiertes Gemüse, das in einer scharfen Soße eingelegt ist und es riecht recht streng. Viele Koreaner haben sogar einen eigenen Kühlschrank für Kimchi! Die Fahrt an sich war ziemlich uninteressant. Mir gings zwischendurch nicht so gut (ich weiß nicht obs am Essen lag oder ob ich ein bisschen seekrank wurde), aber insgesamt habe ich es gut überlebt. Abends bin ich dann in der Hafenstadt Busan angekommen. Dort war ich nur kurz was essen, was aber auch schon eine Herausforderung war, weil irgendwie keiner richtig englisch konnte. Letztendlich hat es aber doch irgendwie geklappt. Als ich dann noch ein Eis gegessen habe ist mir erst klar geworden, dass es in Korea wirklich sehr kalt ist. Also kein Eis mehr für mich... Aber die richtige Kälte habe ich erst nachts gespürt. Da ich so schnell wie möglich nach Seoul wollte, habe ich mir nämlich gedacht, dass ich doch einen Nachtbus nehmen könnte. Leider waren diese Nachtbusse viel zu schnell um darin richtig schlafen zu können, denn eine Fahrt dauerte nur 4 1/2 Stunden. Weil ich nicht um 2 Uhr morgens in Seoul sein wollte, ohne Unterkunft, musste ich also bis 0:30 warten um diesen Bus zu kriegen (dann wäre ich immerhin erst um 5 in Seoul). Tja, ich kann nur sagen die 3 Stunden, die ich in der Busbahnhofshalle warten musste waren wohl die schlimmsten meines Lebens. Wie man sich vielleicht denken kann, sind diese Bahnhofshallen nie besonders warm. Ich kann nur sagen in Busan war sie verdammt nochmal einfach nur arschkalt. Ich musste mir meine Handschuhe und meine Mütze aufziehen, damit ich nicht zu sehr friere. Zum Glück gab es in der Halle aber einen Fernsehr, der mich etwas abgelenkt hat. Dort lief ein komisches Spiel, in dem gut aussehende Koreaner (also was Koreanerinnen für gutaussehend empfinden [und das sind sehr weiblich aussehende Koreaner]) gegen Baseballspieler (glaub ich jedenfalls) angetreten sind. Dort ging es dann um Schnelligkeit oder so. Ich glaube am Ende haben die Baseballspieler gewonnen. Die Busfahrt war dann letztendlich ganz angenehm, weil die Heizung wurde aufgedreht und die Sitze waren sehr bequem.
In Seoul bin ich dann wie gesagt um 5:00 morgens angekommen. Leider fahren Subways aber erst später, daher musste ich wieder in so einer blöden eiskalten Halle warten. Ich muss es noch einmal erwähnen: Es ist verdammt kalt, wenn man nachts übermüdet in einer Bahnhofshalle sitzt. Naja, irgendwie ist auch die Zeit rumgegangen und ich konnte endlich mit der Subway zu meinem Hostel fahren. Ein netter Koreaner hat mich sogar bis zu meiner Station begleitet. Dabei hat er mir ein bisschen Koreanisch beigebracht, weil ich wusste echt gar nichts (Ja = Ye, Danke = Gamsa Hamnida, Guten Tag = Annyeong Haseyo). Ich bin also dann frühmorgens um ca. 6:30 bei dem Hostel angekommen. Natürlich hat der Besitzer noch geschlafen und ich wollte auch gerade wieder gehen, um mich in ein Café zu setzen, als die Tür letztendlich doch noch aufging. Der Besitzer war natürlich völlig verwirrt und verschlafen, dafür aber sehr nett. Ich konnte einchecken, durfte sogar in seinem Bett schlafen (alle anderen waren noch besetzt) und musste dafür nichts zahlen. Er ist dann stattdessen zum Haus seiner Eltern gegangen. Ich war echt so fertig und konnte später auch gar nicht richtig aufstehen, weil mein Kreislauf komplett am Boden war. Habe dann erstmal Kekse gefuttert um etwas Energie zu bekommen. Ich konnte dann in mein richtiges Zimmer ziehen und hatte es für die erste Nacht sogar nur für mich. An dem Tag bin ich dann nur noch zum Shoppingbezirk von Seoul gegangen und habe mich etwas umgeguckt. Mehr war nicht drin. Abends habe ich die anderen Gäste des Hostels kennengelernt (es war ein sehr kleines Hostel). Außer mir wohnten nur noch 4 Malayen dort und in den nächsten Tagen kamen lustigerweise noch ein Deutscher ( war ja klar ;) ), ein Bolivianer und eine Italienerin, die halb deutsch war, dazu. Jaja, you can't escape the Germans... Mit dem Deutschen habe ich dann am nächsten Tag etwas Sightseeing gemacht. In dem einen großen Palast (Gyeongbokgung) durfte man traditionelle koreanische Kleidung anprobieren. Das habe ich natürlich sofort gemacht =) Abends bin ich dann noch ausgegangen und ich kann nur sagen: die Koreaner sind sehr spendabel. Ich musste überhaupt keine Getränke bezahlen, das wurde immer von jemand anderem übernommen *hehe* Auch zum Essen wurde ich irgendwie auch fast immer eingeladen. Ich habe die paar Tage also sehr sparsam überlebt.
Am 11.12. ging dann mein Flug nach Kuala Lumpur. Lustigerweise haben die 4 Malayen aus dem Hostel genau den gleichen Flug genommen und sie leben auch in KL. Der Flug war etwas wackelig, aber wir sind nicht abgestürzt (Juhu!). Das Essen war dafür sehr gut und das obwohl ich Flugzeugessen normalerweise gar nicht leiden kann.
Jetzt bin ich also im sehr sehr warmen Kuala Lumpur. Ich muss mich erstmal an diese Hitze gewöhnen, noch macht sie mir etwas zu schaffen. Aber ich genieße es trotzdem :D
Ich gehe dann auch mal gleich schlafen, gute Nacht!

Liebe Grüße,
Valerie

Dienstag, 8. Dezember 2009

Wwoof Host in Hirokawa (Fukuoka Präfektur)

Hallo allerseits!

Dies ist nun der Bericht über meinen dritten Wwoof Host in Hirokawa, was in der Fukuoka Präfektur liegt.
Dieser Host ist diesmal keine Gemüse-, sondern eine Obstfarm. Also nichts mit Kartoffeln ausgraben und Bohnen schneiden. Stattdessen durfte ich in einem netten Gewächhaus arbeiten, das heißt kein Rumstehen in der Kälte, Juhu! Jedoch musste ich den Anblick leckerer Erdbeeren ertragen, die ich leider nicht anrühren durfte. In dem Erdbeerhaus bestand die Arbeit hauptsächlich darin Konstruktionsarbeiten zu verrichten und alles Winterfest zu machen. Ich musste also die Gestelle, in denen die Erdbeersträucher saßen mit Plastikfolien verpacken um die Wurzeln zu wärmen. Zusätzlich habe ich ein weiteres Gewächshaus in dem Gewächshaus gebaut. Den Sinn habe ich zwar nicht wirklich verstanden, aber ich war ja nicht da um zu denken. Der Meister des Hauses hatte noch viele weitere Ideen im Sinn, die mir nicht ganz einleuchtenden, aber dafür war die Arbeit nie allzu schwer. Außer der letzte Tag, da musste ich bei dem Bau einer Überdachung für die Terrasse mithelfen. Ich sollte also Bretter aneinander nageln. Das war schon anstrengend, aber ich finde ich habe mich fürs erste mal Hämmern recht gut geschlagen.
Ich musste 8 Stunden am Tag arbeiten, also mehr als bei den anderen Hosts, aber dafür war nach Arbeitsende wirklich Schluss mit jeglicher Arbeit. Keine Haushaltsarbeiten, außer das eigene Geschirr abspülen. Ich wurde lecker bekocht und musste eigentlich nichts wirklich machen. Das war sehr toll^^
Die Familie, bei der ich wohnte, bestand aus 3 Generationen: Oma und Opa, die zuständigen Gastvater und Gastmutter, ihren Sohn und ihre Tochter sowie die Frau des Sohns. Außerdem gab es mal wieder einen Hund (Mikan), der gerne bellte. Aber irgendwie war sie trotzdem süß, vor allem entschuldigt ihr junges Alter (1 Jahr) für all den Quatsch, den sie veranstaltet hat. Die Familie war sehr nett und herzlich, ich habe mich wirklich wie in einer richtigen japanischen Familie gefühlt. Es gab auch noch einen Co-Worker, der aber am Ende des Monats gegangen ist.
Die Gasteltern haben mich sogar auf einen Ausflug mitgenommen zu einem Vulkan, 2 Stunden entfernt von der Stadt. Ich hatte einen tollen Ausblick auf einen Riesenkrater, in dem es auch eine Stadt gab. Dort haben wir sogar zu Mittag gegessen. Dann wollten wir noch einen weiteren Krater “besteigen”, aber leider konnten wir nicht hoch, weil der Krater grade an diesem Tag Gase ausströmen musste. Naja, jetzt habe ich halt Bilder von einem rauchenden Vulkan. Also insgesamt war der Ausflug schon nett.
Die Familie hatte auch noch ein Geschäft, in dem sie verschiedene Waren aus der Umgebung verkauft haben. Einmal gab es auch einen Flohmarkt mit Kuchenbüffet, an dem man so viel essen durfte wie wir wollten. Und ich habe tatsächlich einen Freischein zum Essen bekommen. Ich habe sooooooooo viel gegessen, weil ich natürlich von jedem Kuchen probieren musste und von den leckeren auch mehre Stücke gegessen habe (man muss aber auch bedenken, dass Kuchenstücke in Japan sehr klein sind, also ich bin nicht so gefräßig, wie ihr jetzt vielleicht denkt). Ich war so glücklich den ganzen Tag über xD Normalerweise sind Kuchen in Japan nämlich total teuer, aber ich konnte bei einem Kuchenbüffet zugreifen. Wenn das mal kein Glück ist.
Ein andermal wurde ich vom Gastvater zu einem Barbecue in einem anderen Dorf mitgeschleppt. Dort war irgendwie Kaki-Fest, das heißt es kamen viele Leute, die dann Kakis von den Bäumen gepflückt haben. Danach gab es ein gemeinsames Barbecue. Als Ausländer war man da natürlich die Attraktion. Eine Frau zum Beispiel hat ihre halbe Lebensgeschichte erzählt und hat mir ganz stolz Bilder und Sachen von ihren (schon älteren) Kindern gezeigt. Diese Frau war wirklich froh englisch sprechen zu können und sie beherrschte es für einen Japaner auf dem Land auch wirklich gut. Zum Abschied hat sie mir dann sogar eine Kimono Jacke und ein Haargummi geschenkt. Das hätte ich echt nicht erwartet, war sehr nett von ihr.
Und ich habe noch viele weitere Sachen erlebt, wie zum Beispiel ein Lichterfest angeschaut, an einem Hundegeburtstag mit Hundejagd (Hund ist abgehauen) teilgenommen und eine riesige Kannonstatue bestiegen. Ja, die Familie hat einiges veranstaltet.
Ich muss abschließend sagen, dass das wohl der Beste Wwoof Host bisher ist.

Und noch mal zum Zwischenstand, wo ich jetzt bin: Ich bin am 7.12. Nach Südkorea gereist und halte mich gerade in der Hauptstadt Seoul auf. Meine Reiseplanung wird sich übrigens etwas verändern, weil ich einen Monat Aufenhalt im warmen Malaysia zwischenschiebe. Dort werde ich Weihnachten und Neujahr verbringen und Mitte Januar wieder nach Südkorea zurückkehren.

Liebe Grüße,
Valerie