Dies ist nun der Bericht über meinen dritten Wwoof Host in Hirokawa, was in der Fukuoka Präfektur liegt.
Dieser Host ist diesmal keine Gemüse-, sondern eine Obstfarm. Also nichts mit Kartoffeln ausgraben und Bohnen schneiden. Stattdessen durfte ich in einem netten Gewächhaus arbeiten, das heißt kein Rumstehen in der Kälte, Juhu! Jedoch musste ich den Anblick leckerer Erdbeeren ertragen, die ich leider nicht anrühren durfte. In dem Erdbeerhaus bestand die Arbeit hauptsächlich darin Konstruktionsarbeiten zu verrichten und alles Winterfest zu machen. Ich musste also die Gestelle, in denen die Erdbeersträucher saßen mit Plastikfolien verpacken um die Wurzeln zu wärmen. Zusätzlich habe ich ein weiteres Gewächshaus in dem Gewächshaus gebaut. Den Sinn habe ich zwar nicht wirklich verstanden, aber ich war ja nicht da um zu denken. Der Meister des Hauses hatte noch viele weitere Ideen im Sinn, die mir nicht ganz einleuchtenden, aber dafür war die Arbeit nie allzu schwer. Außer der letzte Tag, da musste ich bei dem Bau einer Überdachung für die Terrasse mithelfen. Ich sollte also Bretter aneinander nageln. Das war schon anstrengend, aber ich finde ich habe mich fürs erste mal Hämmern recht gut geschlagen.
Ich musste 8 Stunden am Tag arbeiten, also mehr als bei den anderen Hosts, aber dafür war nach Arbeitsende wirklich Schluss mit jeglicher Arbeit. Keine Haushaltsarbeiten, außer das eigene Geschirr abspülen. Ich wurde lecker bekocht und musste eigentlich nichts wirklich machen. Das war sehr toll^^
Die Familie, bei der ich wohnte, bestand aus 3 Generationen: Oma und Opa, die zuständigen Gastvater und Gastmutter, ihren Sohn und ihre Tochter sowie die Frau des Sohns. Außerdem gab es mal wieder einen Hund (Mikan), der gerne bellte. Aber irgendwie war sie trotzdem süß, vor allem entschuldigt ihr junges Alter (1 Jahr) für all den Quatsch, den sie veranstaltet hat. Die Familie war sehr nett und herzlich, ich habe mich wirklich wie in einer richtigen japanischen Familie gefühlt. Es gab auch noch einen Co-Worker, der aber am Ende des Monats gegangen ist.
Die Familie hatte auch noch ein Geschäft, in dem sie verschiedene Waren aus der Umgebung verkauft haben. Einmal gab es auch einen Flohmarkt mit Kuchenbüffet, an dem man so viel essen durfte wie wir wollten. Und ich habe tatsächlich einen Freischein zum Essen bekommen. Ich habe sooooooooo viel gegessen, weil ich natürlich von jedem Kuchen probieren musste und von den leckeren auch mehre Stücke gegessen habe (man muss aber auch bedenken, dass Kuchenstücke in Japan sehr klein sind, also ich bin nicht so gefräßig, wie ihr jetzt vielleicht denkt). Ich war so glücklich den ganzen Tag über xD Normalerweise sind Kuchen in Japan nämlich total teuer, aber ich konnte bei einem Kuchenbüffet zugreifen. Wenn das mal kein Glück ist.
Ein andermal wurde ich vom Gastvater zu einem Barbecue in einem anderen Dorf mitgeschleppt. Dort war irgendwie Kaki-Fest, das heißt es kamen viele Leute, die dann Kakis von den Bäumen gepflückt haben. Danach gab es ein gemeinsames Barbecue. Als Ausländer war man da natürlich die Attraktion. Eine Frau zum Beispiel hat ihre halbe Lebensgeschichte erzählt und hat mir ganz stolz Bilder und Sachen von ihren (schon älteren) Kindern gezeigt. Diese Frau
Und ich habe noch viele weitere Sachen erlebt, wie zum Beispiel ein Lichterfest angeschaut, an einem Hundegeburtstag mit Hundejagd (Hund ist abgehauen) teilgenommen und eine riesige Kannonstatue bestiegen. Ja, die Familie hat einiges veranstaltet.
Ich muss abschließend sagen, dass das wohl der Beste Wwoof Host bisher ist.
Und noch mal zum Zwischenstand, wo ich jetzt bin: Ich bin am 7.12. Nach Südkorea gereist und halte mich gerade in der Hauptstadt Seoul auf. Meine Reiseplanung wird sich übrigens etwas verändern, weil ich einen Monat Aufenhalt im warmen Malaysia zwischenschiebe. Dort werde ich Weihnachten und Neujahr verbringen und Mitte Januar wieder nach Südkorea zurückkehren.
Liebe Grüße,
Valerie

Hallo Valerie, nach unserem Telefonat heute Morgen ist es schön etwas ausführliche im Blog über dein Leben zu erfahren. Insbesondere freut es mich, dass du dich mit dem Hammer recht gut geschlagen hast(hoffentlich nicht im wahren Sinne des Worte). Darfst hier dann gerne solche Tätigkeiten z. b. auch im Garten übernehmen.;
AntwortenLöschenLg Karin
Ich habe mich erfolgreich um schmerzhafte Erfahrungen gedrückt. Ich weiß aber nicht, was für Tätigkeiten du meinst, brauchen wir ein Dach über der Terasse? *hüstel* xD
AntwortenLöschenStimmt, ist ja auch ne Art Host zu Hause:-P Also kannst du auch was für dein Dach über dem Kopf und das Essen tun...
AntwortenLöschenIch bin leider raus...Hab das nie gemacht und leider keine Erfahrungen in dem Bereich und nicht zu vergessen: Ich wohne nicht mehr zu Hause:D
Liebe Grüsse
Lucia
An deine Schwester: auch du bist ab und an dann ein host zu Hause! Falls dir ähnliche Erfahrungen fehlen, wird es höchste Zeit, diese Lücken zu schließen!! z. B. im Rahmen einer weihnachtlichen Räumaktion ;-P
AntwortenLöschenLg Big Mama
Hallo vailchen :)
AntwortenLöschenes ist schön mal wieder was von dir zu hören
ich hab jetzt dein hanami-ticket gekauft und wollte dir noch bescheid sagen
liebe grüße nathalie
oh, dankeschön nathi :D
AntwortenLöschendas geld bekommst du dann an der hanami, ok?
Waah Weihnachten im Warmen klingt doch gut :D
AntwortenLöschenSchön im Pool liegen unso
Viel Spaß
neco
Ja, also ich finde das auch sehr toll. Vor allem nach dem kalten Seoul^^
AntwortenLöschenDanke =)
LG,
Valerie, die gerade am Flughafen sitzt und in einer halben Stunde losfliegen wird.
Hallo liebe Valerie!
AntwortenLöschenIst ja voll lustig deine Geschichten zu lesen und die Kommentare von deine Famielie sind noch besser ;-))))
Viel Spaß noch!
Kussi dein Au-pair ;-))))