Sonntag, 21. Februar 2010

Gyeongju, Busan

Hey!

Das hier ist jetzt mein letzter Blogeintrag über Korea und zwar werde ich jetzt über meine Erlebnisse in Gyeongju und Busan schreiben.
In Gyeongju habe ich das erste Mal Couchsurfing (www.couchsurfing.org) ausprobiert - und das auch noch bei einer männlichen Person. Ich hatte also vorher schon etwas bammel, ob auch alles gut ausgeht. Als ich dann aber mit dem Bus in Gyeongju angekommen bin und ich Matt dann schließlich getroffen habe, hatte ich keine Sorgen morgen. Er war ein sehr netter Ami, der in Korea als Englischlehrer arbeitet (wie so viele...). Am selben Abend wurde ich dann mit in eine Bar geschleppt, weil Freitagabend wohl offensichtlich der einzige Tag in Gyeongju ist, an dem Mal was los ist. Dort habe ich dann einen Haufen anderer Englischlehrer getroffen aus England, Amerika, Südafrika, Australien und überhaupt überall wo man Englisch spricht. Die waren auch alle nett und mit ein paar von denen habe ich in den folgenden Tagen noch was unternommen. Matt hat mich netterweise in Gyeongju zu all den wichtigen Sightseeing Plätzen gebracht, obwohl er alles schon mehrmals gesehen hat. Auch hat er mich zu anderen tollen Plätzen gebracht, zum Beispiel sind wir auf einen Berg gewandert und oben auf der Spitze war ein Trainingsplatz. Dort waren wirklich ein paar Leute die dann Gewichte gehoben haben. Außerdem war ich noch in einem DVD Bang (ein Raum in dem man DVDs schauen kann - Korea hat echt die coolsten Ideen) und in einem Nori Bang (einem Karaoke Raum).Die meisten Sachen zu entdecken gibt es aber auf dem Berg Namsan. Ich wollte eigentlich hochwandern, aber leider hat es an dem Tag geregnet, sodass ich das ausfallen lassen musste (und nein, das ist keine Ironie, ich wäre wirklich gerne hochgewandert). Am nächsten Tag bin ich dann auch schon abgereist nach Busan.
Dort habe ich die ersten 3 Tage in einem Hostel verbracht. Schon an der Ubahnstation war ein anderer Ausländer, der zum gleichen Hostel wollte. Er war auch Ami und den Rest des Tages bin ich mit ihm zum Jagalchi Fischmarkt gegangen. Dort gab es Tonnen von Fischen, ich weiß nicht, wer die alle isst. Wahrscheinlich muss die Hälfte weggeschmissen werden... Und irgendwie haben die auch ein paar Fische am lebendigen Leibe "gehäutet", das war schon sehr eklig. In den folgenden Tagen war es dann regnerisch und doof. Ich war ein bisschen deprimiert, als ich zu dem berühmten Haeundae Strand gegangen bin und es war windig und nass und doof halt. Anschließend bin ich zur größten Shopping Mall der Welt gelaufen. Es war eine große Shopping Mall, das wars aber auch. Sonst war da nichts wirklich besonderes. Den nächsten Tag hatte ich dann aber schon wieder bessere Laune. Ich bin im Igidae Park rumgelaufen. Das ist ein schöner Park an der Küste mit toller Landschaft, sehr zu empfehlen.
Die nächsten Tage bin ich dann wieder couchgesurft, diesmal bei weiblichen Personen. Bei der ersten konnte ich nur eine Nacht bleiben, weil sie am nächsten Tag nach Beijing geflogen ist. Demnach haben wir nicht sehr viel gemacht. Sie hat mich aber an eine Freundin weiterempfohlen, die im gleichen Appartmentkomplex wohnt und bereit war mich aufzunehmen. Bei ihr habe ich dann also noch 2 Nächte verbracht. Die Tage haben wir aber immer noch nicht viel gemacht, weils einfach schweinekalt war. Trotzdem hatten wir viel Spaß.
Die letzten 2 Tage war ich dann nochmal in einem Hostel, ein anderes als das erste. Dort waren aber nicht so tolle Leute, das heißt ich musste alleine losziehen. Ich bin zu dem "ganz tollen" Beomeosa Tempel gegangen, dem größten buddhistischen Tempel Koreas. Ehrlich gesagt fand ich ihn aber ein bisschen bescheiden, genauer gesagt einfach nur häßlich. Also da war echt fast jeder andere Tempel schöner. Kann aber auch daran liegen, dass der Boden so schlammig war. Naja, danach wollte ich dann schön auf dem dahinterliegenden Berg zu einer tollen Burgmauer hochwandern. Ich war aber zu doof den richtigen Weg zu finden, also bin ich ziellos 3 Stunden lang auf irgendeinem Waldüfad langgelaufen. Der hat schließlich an einem Strommast geendet, hurra! Das beste war aber noch, dass ich dann die Burgmauwer gesehen habe: auf der gegenüberliegenden Bergspitze. Ich kam mir etwas verarscht vor... Also habe ich meine Suche aufgegeben und bin einfach wieder zum Hostel zurückgekehrt, es war sowieso schon zu spät zum Wandern.
Den nächsten Tag habe ich dann die Fähre nach Japan, Fukuoka genommen. Dort hab ich dann wieder couchgesurft und arbeite nun auf einer Pferderanch auf dem Vulkan Aso. Genaueres erfahrt ihr mal wieder beim nächsten Blogeintrag. (Dieser Blogeintrag musste kurzfristig abgebrochen werden, da ich zum essen gerufen wurde ^^)

Liebe Grüße,
Valerie

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