Montag, 22. März 2010

Nagasaki, Kyoto

Haalllooo =)

Jetzt kommt endlich mal mein Bericht von Nagasaki. Nach der Pferderanch bin ich ja nach Nagasaki gefahren und abends angekommen. Da hieß es erstmal das Hostel zu finden, was sich als schwerer als gedacht herausgestellt hat. Ich bin ungefähr 1km in die falsche Richtung gelaufen und musste dann umkehren. Außerdem war es verdammt warm, womit ich nicht gerechnet habe, und habe dementsprechend geschwitzt. Aber irgendwann habe ich es zum Hostel geschafft und wurde gleich wilkommen geheißen. Die Besitzer und Angestellten waren echt super nett und hatten alle möglichen Informationen über Nagasaki und Umgebung. Das Hostel lag an einem Fluss, über dem lauter wunderschöne Steinbrücken verliefen. Das sah einfach alles total schön romantisch aus *hihi* Ich war sofort begeistert von Nagasaki. Den Rest des Abends bin ich dann die Shoppingstraße entlanggelaufen und habe mich ein bisschen in der Gegend umgeschaut. Unter den vielen Brücken am Fluss war übrigens auch die "berühmte" Megane-bashi (also Brillenbrücke). Rechts könnt ihr ein Foto sehen und mal raten, wieso sie Brillenbrücke heißt ;)
Den nächsten Tag habe ich mich dann aufgemacht um die ersten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Also bin ich erstmal durch das Chinatown gelaufen, was eher langweilig war. Chinatown halt. Und dann auch noch ein sehr japanisiertes Chinatown. Danach bin ich aber in schöneren Gefilden gelandet und zwar in der Holland Slope, eine Straße in der die Ausländer im 19.Jhdt gewohnt habe. Dort waren sehr viele schöne alte Häuser im europäischen Stil. Ich fands soooo toll, es war super Wetter (über 20° =D) und endlich mal Abwechslung zu den ganzen typisch japanischen Sachen. Während ich die Straße langelaufen bin habe ich beschlossen, dass ich irgendwann nach Nagasaki in diese Straße ziehen werde :D
Die Hollander Slope führte dann auch schön zum Glover Garden, eine Art Freilichtmuseum, in dem man eine Reihe von Häusern der westlichen Händler besichtigen kann. Das alles war an einem Hang gebaut, man hatte also einen tollen Ausblick auf Nagasaki. Wenn ich es mir recht überlege will ich lieber dort in der Nähe ein Haus haben *g* In einem Haus stand übrigens ein Schild mit einem tollen Zitat von einem englischen Mädchen, dass von 1864 bis 1868 in Nagasaki gelebt hat: "This, the first part of Japan I saw and where I lived for four years, was certainly a vision of beauty. I cannot think of a more beautiful place". Und das kann ich gleich mal bestätigen. Im Glover Garden konnte man sich auch so historische Kostüme ausleihen. ich hab das nicht gemacht, ich käme mir blöd vor alleine dort rumzurennen, aber dafür haben sich umso mehr Japanerinnen verkleidet. Die waren alle sehr begeistert von dem ganzen Gerüsche^^ Nach dem Glover Garden bin ich dann den Hafen Nagasakis entlanggelaufen. Mir kamen lauter Deutsche Urlauber entgegen, die offenbar alle von einem Kreuzfahrtschiff rausgekrochen kamen. Schließlich bin ich aber zum Dejima gekommen, eine ehemalige künstliche Insel, die im 17.Jhdt. von niederländischen Händlern augeschüttet wurde in der Zeit von Japans Isolation. Holland war damals das einzige Land, dass mit Japan handeln durfte. Da aber niemand Japan betreten durfte wurde diese Insel aufgeschüttet. Mittlerweile ist diese Insel aber keine Insel mehr, sondern von Land umgeben. Man konnte im Nachbau aber einiges interessantes aus Nagasakis Geschichte lernen.
Am nächsten Tag hat es leider geregnet, aber da ich sowieso vor hatte an diesem Tag ins Atombombenmuseum zu gehen, war das nicht so schlimm. Das Museum war eigentlich eine kleinere Version vom A-Bomb Museum in Horshima, also neues habe ich eigentlich nicht erfahren. Trotzdem war es ganz nett dort. Anschließend gings dann zum Peacepark und zum halben Torii Bogen, dessen eine Hälfte durch die Atombombe zestört wurde. Danach gings dann auch wieder zurück ins Hostel, weil Regen doof ist zum Rumlaufen *g*
Den letzten Tag habe ich damit verbracht, alle möglichen wichtigen Tempel und Schreine zu besichtigen. Darunter auch der Tempel, dessen Gebäude die Form einer Schildkröte hat, auf dem die Göttin Kannon steht. Von diesem Tempel aus habe ich mich dann durch kleine Gassen zum nächsten Tempel geschlängelt. Diese Gassen sind alle so toll, weil sie am Hang liegen und alles so friedlich aussieht. Vielleicht sollte ich doch lieber hier mein Haus kaufen :P Im Tal bin ich dann zu den chinesischen Tempeln gegangen. Einer davon hat 300 Yen gekostet und war meiner Meinung nach völlig überteuert. Dort gab es 3 langweilige Gebäude und das wars. Außerdem habe ich zu spät gemerkt, dass man auch links vom Friedhof aus auf das Gelände gekommen wäre, ohne was zu zahlen. Das hat mich wirklich geärgert. Der andere chinesiche Tempel, der auch 300 Yen gekostet hat, war aber schön und sein Geld wert. Als ich die ganzen Tempelbesichtigungen dann abgeschlossen habe, hatte ich noch so viel Zeit, dass ich einen Spaziergang durch einen riesen Friedhof gemacht habe, der auch am Hang gebaut war. Ich bin also immer höher aufgestiegen und war völlig begeistert von diesem Friedhof und der Aussicht. Ganz oben am Berg angekommen gab es dann einen Aussichtspunkt. Dort habe ich ein paar lustige Fotos gemacht und dann bin ich wieder abgestiegen. Ich muss sagen, der Friedhofspaziergang hat mehr Spaß gemacht als der blöde chinesiche 300 Yen Tempel -.-
Am Abend habe ich letztendlich den Nachtbus nach Kyoto genommen (der Bus war auch völlig überteuert, ich hätte gedacht für den Preis würden wenigstens Filme auf der Fahrt laufen. Falsch gedacht, es gab nur normales Fernsehn, wobei nicht mal der Empfang gut war sondern alle Minute abgebrochen ist).
Am nächsten Morgen bin ich dann in Kyoto angekommen und wurde von Ching abgeholt, die mich zu ihrer Wohnung gebracht hat.
Hier bleibe ich bis zum 25.03 und gehe dann wieder arbeiten und zwar in der Nähe von Osaka.
Was ich alles in Kyoto erlebt habe und noch erleben werde, werde ich wieder im nächsten Beitrag zusammenfassen.

Liebe Grüße,
Valerie

2 Kommentare:

  1. Hallo Valerie,
    ich wünsche mir mehr >Bilder von Dir mit den Kirschblüten zusehen!! Wir vermissen Dich und freuen uns auf den 5. Mai!!
    Lg Karin

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  2. Die Kirschblüten sind in Kyoto leider noch nicht ganz offen. Aber so Anfang April kann ich dann ganz viele Fotos machen^^
    Ich freu mich auch wieder heim zu kommen, obwohl ich auch gerne weiterreisen würde (Widerspruch!?)
    Ist mein Paket aus Korea eigentlich schon angekommen?

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