Jaah, ich bin wieder zurück in Japan =) Ich war irgendwie total erleichtert, als in meinem Zimmer auf der Fähre nur Japaner waren. Die Sprache klingt einfach wie Musik in meinen Ohren, anders als Koreanisch... *hüstel* Ich mag zwar Korea, aber ich könnte nicht ewig dort bleiben. In Japan kommt mir einfach alles viel freundlicher und höflicher vor im allgmeinen Umgang *haha* Beim Busbahnhof wurde mir zum Beispiel schön dabei geholfen ein Ticket zu ziehen. Die Schalter-Frau kam mit mir zum Autmaten, hat mir gezeigt welchen Knopf ich drücken muss, hat das Ticket für mich aus dem Automaten gezogen und es mir letztendlich sehr höflich mit 2 Händen überreicht. Juhu, endlich wieder guter Service!
Naja gut, jetzt aber zum richtigen Reisebericht.
Auf der Fähre von Busan nach Fukuoka habe ich nämlich 2 Japanerinnen (Sae und Chinami) kennengelernt, die sind beide ungefähr in meinem Alter. Mit denen habe ich dann schön gequatscht (auch wenn sie nicht sooo gut englisch konnten), die Olympischen Winterspiele angeschaut und überhaupt gut die Zeit rumgebracht. Als wir angekommen sind, sind wir dann noch zusammen essen gegangen und sie haben mich zu meiner Bleibe gebracht. Der Weg dahin war ziemlich verwirrend und verwinkelt, das heißt wir sind alle 3 etwas rumgeirrt, dann haben wir es aber doch noch gefunden. Also das war echt nett von ihnen, sie hatten ja selbst Gepäck und haben mich trotzdem bis vor die Tür gebracht. Ich habe übrigens wieder die 2 Tage in Fukuoka couchgesurft, wieder bei nem Ami (Der aber KEIN englischlehrer ist und schon 10 Jahre in Japan lebt UND die Sprache auch sprechen kann ;D). Der ist zufälligerweise Mitglied bei einer celtic music band gewesen (was ja schon ungefähr meinem Musikgeschmack entspricht) und daher konnte ich bei den Bandproben zuhören =) Das war ganz nett.
Den Tag, an dem ich angekommen bin habe ich dann in einem Park in Fukuoka verbracht. Das war das letzte, was noch sehenswert war in Fukuoka, den Rest habe ich ja schon vor 2 Monaten gesehen. Den nächsten Tag habe ich mich daher mit Sae und einer Freundin von ihr (Akiko) getroffen. Wir sind zu der Shopping Mall Canal City gegangen und haben da unseren Tag mit Windowshopping verbracht. Außerdem haben wir noch Purikura Fotos gemacht. Diese
Fotoautomaten machen automatisch weiße Haut, riesen Hundebaby Augen und viele dunkle Wimpern. Bei manchen Bildern ist das einfach so übertrieben, das sieht einfach nur noch lächerlich aus. Rechts aber ein (besonders für mich :P) positives Beispiel in blöder Qualität. Ansonsten haben wir noch Hakata Ramen gegessen und sind zu einem Schrein gegangen, in dem es auch diese typischen Horoskop-Zettel gibt, in denen steht ob man kleines, mittleres oder großes Glück hat und was in verschiedenen Bereichen des Lebens passieren wird. Ich hatte mittleres Glück. Beim nächsten Schrein mit Horoskop Zettel hatte ich dagegen großes Glück, juhu! Insgesamt war der Tag ziemlich toll. Die beiden Japanerinnen haben mir quasi zum Abschied noch ein Beutelchen und Stäbchen von Hello Kitty geschenkt. Das war mir etwas unangenehm, weil ich ja nichts für sie hatte und ich hab mich so schuldig gefühlt...Tja, den nächsten Tag bin ich dann schon wieder abgereist und zwar nach Aso City südlich von Fukuoka. Die Stadt liegt im Vulkan Aso, von dem ich schon bei meinem letzten Wwoof Host erzählt habe. Ich wwoofe jetzt wieder und zwar auf einer Pferderanch auf dem Vulkanrand drauf. Schon auf der Busfahrt dort hin, habe ich die zweite Wwooferin getroffen, die zufälligerweise auch auf der Ranch arbeitet, auch Deutsch ist und auch noch am gleichen Tag angereist ist um die gleiche Uhrzeit (Zufälle gibts...). Abgeholt wurden wir von einem Mitarbeiter der Ranch, Peter ( die geben sich dort alle englische Namen). Der Boss heißt Alec und die anderen Mitarbeiter heißen Gucci, Fanny, Mel und Harris. Außerdem arbeitet dort noch ein Koch (die Ranch führt auch ein Restuarant) und eine Küchenhilfe, deren Namen ich aber schon wieder vergessen habe *chrm*. Auf der Pferderanch gibt es auch noch (achtung Überraschung!) ganz viele Pferde und 4 Hunde. 2 davon sind ausgerechnet Border Collies, was mich natürlich gleich an Alisha erinnert hat... Ich hätte echt fast losheulen können. Andererseits liebe ich diese Hunde mittlerweile, besonders der eine Border Collie sieht aus wie Alisha (heißt aber Choppa und ist dünner und athetlischer als es Alisha war).
Meine Arbeit auf der Ranch besteht darin, den Boden zu fegen, Mist wegzukarren, den Pferden trinken und essen geben, sie abzusatteln, zu bürsten und striegeln und ab und zu auch zu den Kunden zu führen, damit diese aufsteigen können. Es ist schon härtere Arbeit als es auf den Gemüse und Obstfarmen war, aber dafür habe ich auch meistens weniger als 6 Arbeitsstunden pro Tag und darf auch reiten. Leider beschränkt sich das reiten hautpsächlich nur auf im Schritt gehen (nichts mit gallopieren) und einen bestimmten Pfad zu folgen. Richtig frei reiten durch Wiesen und Felder darf ich leider nicht. Naja man kann nicht alles haben. Dafür habe ich ein tolles eigenes Zimmer mit eigener Toilette und es gibt ein schööönes großes Gemeinschaftsbad. Ich bin zu einem richtigen Onsen und Badefan geworden. Leider ist die Ranch aber etwas abgelegen von der Stadt, das heißt es fährt kein Bus und es ist zu weit zum laufen um wegzukommen. Die männlichen Mitarbeiter haben zwar ihr Dormitory unten in der Stadt, dort habe ich auch für ein paar Tage gewohnt, aber ich bin wieder hochgezogen. Das hat mehrere Gründe: Ich muss früher aufstehen, die Toilette ist absolut eklig, es wurde dort anscheinend seit dem Einzug noch nie geputzt und so interessant ist die Stadt auch schon wieder nicht, es gibt nicht wirklich viel dort zu tun. Auf der Plusseite stehen aber Internet im Zimmer und Convenience Stores in der Nähe (Süßigkeiten!!!). Für mich überwiegt aber ein sauberes Klo, ein tolles Bad und länger schlafen :D
Naja soweit zu meinen äußeren Umständen. Sonst kann ich nur sagen, dass die Arbeit hier nicht so langweilig ist, wie auf den Farmen und ich Spaß mit den Leuten habe. Vor 2 Tagen ist auch noch eine dritte Wwooferin aus Malaysia angekommen und wir wurden schon 3 Mal ermahnt nicht zu laut zu lachen, weil das die Gäste stören könnte xD. Außerdem müssen wir in unserer freien Zeit immer schön verschwinden und bloß nicht in Blickweite der Kunden kommen, weil man ja die dreckigen Arbeiter ja nicht sehen soll. Nur wenn die Kunden Fotos mit den Ausländern machen wollen, dürfen wir wieder auftauchen. Welcome to Japan! ;) Nee, aber sonst sind die ganzen Leute auf der Ranch alle sehr nett. Leider habe ich erkannt, dass sich mein Japanisch irgendwie gar nicht verbessert hat und ich krebse noch immer so in den einfachsten Konversationen herum - WENN ich mich mal traue was auf japanisch zu sagen. Und dann sehe ich wieder die anderen Wwoofer die beide schon vieeel weiter sind und werde deprimiert. Ich habe aber immer noch die Hoffnung, das ich ganz plötzlich viel besser japanisch sprechen werde *haha*
Gut, ich mach mal Schluss mit meinem Bericht. Wer weiß was hier noch interessantes die nächsten Wochen passiert. Wenn nichts passiert werde ich zumindest ein paar Fotos zeigen.
Liebe Grüße,
Valerie

haha, kommt mir bekannt vor ... ich bin mittlerweile seit über einer Woche in der Türkei und hab noch fast gar nichts gelernt. Ich kann mich vorstellen und nach dem Befinden fragen, aber das war's auch schon fast ... ;)
AntwortenLöschenNa, dann sind wir ja auf dem gleichen Level *g*
AntwortenLöschenHallo Valerie...ich bin hier auf der Suche nach einem japanischen Freund...auf DICH gestoßen ...kannst Du mir vielleicht einen Tipp geben ...wie ich den Menschen finden kann? Über die Google-Seite hab ich schon...aber gibt es noch was ...wenn Du in Fukuoka bist ? Ich weiß,Riesenstadt...aber gibt es da vielleicht ein Meldeamt oder ähnliches ? Für eine Rückmeldung wär ich dankbar ..... Liebe Grüße, Karin
AntwortenLöschen